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dlos darum, weil sie nicht.miL entlaufen wären, losgelaffen würden. Sie brachten es endlich dahin, daß der Mchtek ihre Sache auf das schärfste untersuchen mußte. Da nun ihre Unschuld völlig an das Licht kam; so stellte er sie nicht allein mit Bezeugung vieler Hochachtung und groser Bewunderung des Demernus auf fteyen Fuß;, sondern beschenkte sie beyde, besonders den Demetrius doppelt. Dieser that eine Reise nach Indien zu denen Brachmatten/ und ließ sein Geschenk, welches ihm der Stadthal-- rer gemacht und das sich aus dritt halb tausend Thalem belief, seinem Freund, der in Egypten zurück blieb.
Ein anderes Beyspiel: Als Chabrias, der Athenienser Feldherr, m Gefahr stund, sein Leben zu verlieren und er sich zu vertheidigen einfand: so war niemand der ihn begleitete, als Plato. Daher sagte einer, Namens Crobylus, zu ihm: Ich sehe wohl, du willst andern zu Hülfe kommen. Weisest du aber auch, daß des Socratcs Giftbecher auf dich wartet? Dem aber Plato herzhaft begegnete: Habe ich für das Vaterland im Kriege mein Leben gewagt: |d trage ich kein Bedenken, jetzt für einen Freund ein gleiches zu thun.*
Doch die göttliche Tugend der Freundschaft ist nicht blos unter den Heyden üblich gewesen, man findet auch unter den Christen Leute, die sie kennen und ausüben. Ich will nur anitzt ein einziges Beyspiel von einem freundschaftlichett Christen anführen, das uns der Marquis von Larac- ctoh in seinem Buche: die Aennzeicherr der Srcunbfdbdft ** erzählet. Dieses Beyspiel ist in einem Briefe enthalten, den der Graf v . . an den Ritter von .. . schreibet. Beyde, sagt Caraccioli/ sind meine Freunde, und beyde haben mir etwas anvertrauet, welches ich nicht bekannt rnachen darf, ohne zugleich ihren Namen zu verhehlen. Der Graf, der durch den Tod seines Vaters ein reicher Erbe geworden war, benachrichtigte 1746, den Ritter, seinen Freund, hiervon auf folgende Weise:
„ Sie theilen meine Thränen mit mir, mein lieber Freund, Sie „ werden also auch mein Vermögen mit mir theilen.. Die Frcundschasthat ff uns zu Brüdern gemacht, die Freundschaft wird uns auch zu Erben ei- fi nes Vaters machen, den wir gemeinschaftlich beweinen. Das Glück ist f/ blind, ich aber bin sehr Helle; ich erkenne, daß meine Reichthümer nur in so weit einen Werth für mich erhalten, als sie Ihnen nützlich sein kön-
, „ nen.
* tarn. in. rz. Nz. Stolle,, in der Historie der heidnischen Moral, S. 75. j
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