171
3
Dienstags den i Steil VTovembr. 1766.
,> Mit Lochfürstl. Hessen- Darmstädklfcher gnädigsten Erlaubnis.
~~~ § _ „ wj
-^rkseyung der Geschichte eines Dintenfasscs vw ihm selbst beschrieben.-^ m
skMgch langem Stillstand fiel ich in di« Hände eines Poeten, welchem VVM sch nebst dem übrigen Schwibj-ug von dem nichtswürdigen Sohne meines verstorbenen Besitzers zum Mdenken verehrt wurde. Die« fcnr hatte es an einem solchen Hausrath -lang« gefehlt-. Denn er hakte »st gerne Verse gemacht , wenn er nur Papier und Dmte gehabt battet Leiche ihm alle Canzley Bedienten, die sonst eben mit den iMrschastüchm SchreibmaterLalten nicht gar geizig sind, zu versagen pflegten, weil, sie fei- ne Geschicklichkeit für eine brodlose Kunst hielten. Nanmehro abiTgieng dasRckmen an. Die Verse brachen hervor, wie ein Strohm, der in seinem Lauf gehemmet worden war und sich einen Durchbruch eröfnet hatte. Hochzeit - und Leichen. Gedichte wurden zum voraus m Menge verferti- aet und er erschrack nicht wenig wie er merkte, daß das Papier lo bald zu Ende war. Je hungriger er war, desto bester flössen ihm die Reune' /er merkte es und machte ein Loblied auf den Hunger, den er nicht unlnllig vor seinen Apollo hielte, obgleich sein Magen heW dagegen murrete Bey dem wenigen Abgang seiner Gedichte, ( denn die Mode, einen jeden Narren mit einem Schock Verse verewigen zu wollen, kam nach und nach
Kiesische wöchentlich- gandnnüiB W


