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aber ein Geschenk machen wollen; so schicken sie die Ducaten der armen Wittwe U . . , der bey vielen Kindern an Brod und Hausmiethe fehlt. Es geschah auch. Ein andermal vertraute ihm ein fremder Handels­mann, der bei) ihm einzukehren pflegte, eine grose Summe Gelds an, ohne Zeugen uydHandlchrift, weil er nur auf ein paar Tage einen Freund, in einem nahgelegenen Flecken besuchen wollte. Der Handelsmann hatte das Unglück, noch ehe er an den Ort kam, mit dem Pferde zu stürzen, und sie' todt nieder. Als der redliche B . . . davon Nachricht erhielt, meldete er es so gleich an die Hinterlassenen des Verstorbenen, und gab ihnen zugleich von dem Gelde Nachricht, was er ihm anvertraut hatte, welches er ihnen auch bald darauf überschickte» Einer seiner Verwandten sagte zu ihm: B . . . , ihr seyd doch ein einfältiger Mensch gewesen, daß ihr das Geld nicht behalten habt, wer würde es denn gewußt haben? GOtt, antwortete er, der alles weiß, und ich/ der ich es mals würde vergessen haben. - Dieses ketzere schöne Beyspiel wird im zweyten Stücke des ersten Bandes der allgemeinen deutschen Bibliotheck vom Iaht 1765. auf der 177(^11 Seite bestättigt.

Ein Beispiel der Grosmuth.

Als ehedem die Aliirten Namür belagerten, befand sich unter dein Regiments des Obristen, Friedrich Hamilton, ein Corporal, Namens llmnort/ und ein gemeiner, Namens Valentine. Diese zween Men­schen geriethen über einen Liebeshandel in Uneinigkeit, welche nach und nach in einen unversöhnlichen Haß ausschlug. Da Llttnion des Valentine Vorgesetzter war; so ergriff er alle Gelegenheit, seinen Mitbuhler wehe zu thun, und seine Bosheit und Rachbegierde an den Tag zu legen. Der gemeine Soldat litte es, ohne Widerstand, sagte aber öfters, er wollte sterben, oder sich an diesem Tyrannen rächen. Etliche Monate giengen hinda jener diesen beständig beleidigte und dieser sich beständig beklagte. Während dieser wechselsweisen Verbitterung wurden sie beyde zu einem Sturme gegen das Castell commandirt, wobey der Corporal einen Schuß in den Schenkel bekam und zu Boden fiel. Die Franzosen thaten einen Ausfall, er besorgte zertretten zu werden, und sagte zu seinem Feinde: Valenrme/ kannst du mich hier lassen? Valeimne lief so gleich zurück, nahm den Corporal unter dem stärcksten Feuer der Franzosen auf den Rü­cken und trug ihn durch einen so gefährlichen Weg bis zu der Abtey Sal- sine, wo ihn eine StückKugel an den Kopf traf- Hier fiel er unter sei-

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