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"L Gresisihe wöchentliche Semeittttützige Anzetzen

Wir wollen unser heutltzes Blaer mit einigen Persischen Sprue chen beschliesin/ die würdig sind/ daß wir sie untern Leiern bekannt machen. '

Persische Sprüche.

Sey den Baumen gleich, Die mit Blattern bedeckt und mit Früch­ten beladen sind, die Schatten und Speiie geben, denen, die sich ihnen nahen, selbst Denen, Die Steine und Klötze hinaufwerfen.

Fragst du, was es für ein groses liebel scy, wenn Du auf eine Ameise trittst; so laß dich fragen, was es für em groses Hebet fey, wenn ein Ele­fant auf dich tritt ?

Laß dich Den grosen Haufen, der dich umgiebt nicht verführen: du wirst allein seyn im Tode und Gericht.

Besitzt ein Mensch Tugend, so rede die Tugend mehr von ihm, als er von der Tugend.

Rechid sagte einmal zu feinem Bruder, der berühmte Veloul: Gieb mir auch eine gute Lehre. Dieser antwortete: Man nimmt nichts mit sich aus der Welt, als Die guten unD bösen Werke: Hier hast du zu wählen. ' 1

Ein reicher ohne Gutthätigkeit ist ein Baum ohne Frucht. Ein Ar­mer ohne Geduld, eine Lampe ohne Cd. Ein Jüngling ohne Gewissen, em^u^ohne Dach. Ein Weib ohne Schamhaftigkeit, eine ungchl-

Unglücksfälle sind eine Fackel in der Hand dessen, dem sie begegnen ihm zu entdecken, wie er mit seinem Schöpfer stehe.

Gutes mit gutem vergelten, pflegen auch Die Esel. Böses mit bösem vergelten, ist Der Hunde Gewohnheit. Gutes mit bösem vergelten, ist Die Art des Teufels: Aber böses mit gutem vergelten, ist göttliche Tugend

Das Allmosen spricht zu Dem, Der es giebt: Ich war klein, Du hass Mich gros gemacht; ich war beneidet, du hast mich liebenswürdig gemacht; ich hatte keinen festen Sitz, du hast mir einen gewiesen, ich war unter dei­ner Hut, nun bist Du unter Der meinigen.

LV- sagte von einem Schwätzer, ich höre das Gekös der Mühle, aber ich sehe rem Mehl. ' 9

Als ein Araber gefragt ward, woher er wisse, daß ein GCtt sev, antwortete er: Ich weis es eben so, wie ich aus Fußtapfen im Sand er­kenn», ob em Mensch oder em Thier darüber gegangen,v