Uiefffche
wöchentlich-
e /» : , ,
Nellnzehendes Stück.
Dienstags den i;ten Ma'- >766.
Mit Hochfürstl. Hessen» Darmstädtischer gnädigste» Erlaubnis.
Folgender Aufsatz ist uns von einem sehr geschickten Verfasser mitgetheilt worden und wird unfern Lesern mit Vergnügen mikgekheilt.
it Eintheilung der Geschichte in die alte und neue ist bekannt. Es ist ein Fehler, wenn man die eine zum Nachtheil der andern treiben will. Beyde sind in ihrer Art nothwendig: Eine erhält durch die -
andere mehreres Licht und Brauchbarkeit. Doch können Umstände vorhanden senn, winnen der einen Art ein gewisser Vorzug für der andern zuerkannt werden muß. Will man $. E. die politische Geschichte in Geschäften brauchen, so ist die Neuere meistens vorzuziehen, ob man gleich wegen des Zusammenhangs die ältere Geschichte nicht dabey entbehren kann, indem die meisten heutiges Tages vorkommende Sachen aus derselben hergeleitet werden müssen. Sieht man aber bloS auf solche Begebenheiten, die vermög ihrer Natur und ihres Einfiuffes auf den grösten Theil der bekannten Nationen wichtig sind, so reicht die ältere Geschichte, worunter wir hier auch die sogenante Mittlere mitbegreifen, weit mehr Stoff zur Verwunderung, und zur Kenntnis der Menschen, ihrer Sitten, Gemüthsart- Meinungen, Vorurtheilen und Leidenschaften bar; und man hat hier weit mehr Gelegenheit als bev der neuern Geschichte die Menschen ün Ganzen
» kennen


