und Nachrichten. r6j
leit geschickten Leuten austtügen, welche die Hauptfehler die theils in der Geschichte, thciis in dem Urtheilen in dem -Original gemacht worden sind, anmerckten und ganz kurz verbesserten, damit nicht das Gift, wie es so oft geschieht mit sammt dem Guten cingesogen würde.
Wer das Di&ionaire Encyclopedique auch nur von Erzehlungen andrer kennt, der wird den Wunsch äuffern, daß dieses Werck dessen Anlage sehr gut ist, das aber durch unzehliche Fehler und falsche Schlüffe verunstaltet wird, ins Deutsche übersetzet und gleich denen obenangeführten Werken berichtiget, und also zum gemeinen Gebrauch umgeschmolzen würde. Es rst aber dieses keine Arbeit vor einen Mann, sondern vor eine ganze Gesellschaft von Gelehrten, davon ein jeder die Artickel, die in sein ßad) gehören , wühlen, und in derjenigen Wissenschaft arbeiten könnte, darinnen er vorzüglich starck und nicht blos mittelmäßig bewandert wäre. Ich hglte es für unnöthig den Nutzen eines solchen allgemeinen Schatzes aller menschlichen Erkenntnis, wie dieses Buch bey der gehörigen Verbesserung, und ich sage es frey, nur unter den Händen der Deutschen werden könnte, umständlich zu beweisen- Ich wünsche nur, daß mein Vorschlag ausgeführt, und das Werck nicht, wejl doch wohl noch einstens eine Uebersez- zung veranstaltet werden dürfte, Stümpern in die Hande fallen mögte.
Zum Vergnügen unsrer Leser wollen wir den noch übrigen engen Raum mit folgender Stelle aus dem Hypochondristett, einer Holl- steinischen Wochenschrift, anfüllen.
Balanz der Ehrlichkeit nach dem Camera! s Stil und nach dem moralischen Stil.
Rameral - Stil. wahre Bedeutung.
Mit dem Kerl ist nichts anzusangen. Ein wahrhaftig ehrlicher Mann.
Ein gefährlicher Mann. Er leidet durchaus keine Schelm-
stücke.
Ein ehrlicher Mann. Er stiehlt nicht, aber er läßt auch
fünfe gerad seyn.
Ein guter ehrlicher Mann» ' Ein Dummkopf.
Ein kluger Mann. Er kennt feinen Vorthei!.
Er ist blind. Erlauben Sie, daß ich Madam
mir einer geringen Tabatiere aufwarten darf.
3 i Z Er


