'xto Meßsche wöchenrlicl), gtimimiügfge Anzeigen
verschieden sey. Wenn er ein Compliment macht, so muß es neu und von der Sache selbst, davon die Rede ist, hergenommen seyn, und nicht in bloßen Memelnen Ausdrücken bestehen, die sich auf all- Falle anwenden bisse». Wll er etwas tadeln oder loben, so muß er sich genau nach der Gemmhsart und Fähigkeit der Leute richten, die er um sich hat: das Lob muß fern -d-nn vernünftige Leut- ärgert -in grobes und üb-rkri-bn-s Lob: der Tadel muß mit Behutsamkeit und Umschweifen angebracht wer, den- und wenn er scherzen wi«, so muß er sich vor allen Bitterkciten, Alech en und pöbelhaften Redensarten, possrlichen und weit hergehohlten Einfällen, bei) denen man mehr über den Urheber als über den darinnen herrschenden Witz lacht, m Acht nehmen. Kurz: all- seine Reben und fern Betragen muß nach der Beschaffenheit der Personen, mit denen er in Gesellschaft ist , so viel es ohne Verletzung der Tugend geschehen kan, ganz genau emgerrchtek und angemessen seyn. '
t gar bald daß hierzu viel Geist und Ä-elt gehört: und weil
bevde Stucke nur anzu o^t fehlen, so sind galante Leute so häufig nicht. Wer mcht von der Natur einen aufgeweckten Verstaiw erhalten, oder den- felbigen wenigstens nicht hinlänglich geübt hat, wer die Welt nicht auf al- lerley Art und m ihren mannigfaltigen Gestalten hat kennen lernen, der wird in diesem Stuck wenig leisten. Wenn man die meisten Gesellschaften genau betrachtet, w wirb man finden, daß in d-nselbigen fast burchq-bends sine gewiße Grobheit herrschet- welche den Leuten unvermerkt und ohne Absicht entfahrt. Es giebk noch immer Leute welch- sich bemühen gegen i-derman höflich zu seyn, und alles Unanständige zu vermeiden Aber es gi-bt wenige welche Einsicht genug haben jenem Fehler auszuweichen Diese Art Grobheiten sind s-hr mancherlei), und nicht alle zu bestimmen Es gehören unterdessen folgend- die man fast täglich sieht, Neber a em« Grobheit , wem, man nicht Acht giebt auf dasjenige was andre um uns herum vorbrmgen oder woh, gar gleichäm als einer der aus einem tie fen Schlaf auswacht darnach fragt: und diese wirb um so viel grösser ie wichtiger die Personen sind, die das Gespräch führen. Es ist ein F bl-r wenn man etwas zur Unzeit sagt, wenn man immer von einerlei, Sa»-» spricht, wenn man sich selbst lobt, oder von andern mchtsbedeutend^ Sachen prahlet, wenn man Sachen oder Personen tadelt, die ein andrer ae. lobt hat, wenn man im Loben oder Tadeln nicht fertig werden kan, wenn man von ernsthaften Sachen , oder andern Dingen, die einer andern Person IN der Gesellschaft angenehm sind, spoteet, Zweyveutigkeiten sagt, die
der


