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Gelegenheit gefunden hatte, die beste Sachen die er ihr geschenkt hatte, und auch noch verschiedenes von dem übrigen mit einzupacken.

ließ er aus dem Tische zurück und so kam ich in die Hände des Frauen- znnme^ie gan$ verzweiflend, tröstete sich aber zu meinem größten Erstaunen (o wie viele leichtsinnige mag es wohl unter euch Menschen vom weiblichen Geschlechte geben) noch denselbigen Abend in etwas mit einem Officier der sie vorher schon oft heimlich, aus Furcht vor dem Cotnmisar, welchen man schonen mußte, weil er wohl bezahlte, besucht hatte. 2batm sie nicht an ihren Verluste dachte, so lachte sie über den Commisar ( der vielleicht seiner Seits damals mehr Ursach hatte zu lachen) daß sie chn so oft zum Vortheil des Officiers, der seine Schöne nun ungetheilt besaß, hm- terganqen hatte. Es gab Friede und der Officier mußte fort. Wer kan sich ihre Betrübnis vorstellen? Kurz sie starb nach etlichen Monaten vor Kummer. Boshafte Leute aber sagen von einer Krankheit, die ihr der Officier noch zum Abschied zurück gelassen. Doch wer wird solche Laste- rungel^auben.^^ wurden ihre Sachen Schuldenhalber versiegelt. Der Gerichtsdiener, der mich auf dem Tisch stehen sähe, nahm mich unter andern Kleinigkeiten, noch ehe das Jnventarium gemacht wurde, zu sich. Das größte Unglück für mich war, daß meine geliebte Sandbüchse, mit der ich so lange in dem besten Vernehmen gelebt hatte, zurück blieb. Ley- der hab ich sie nie wieder gesehen ! Hätte es bey mir gestanden, so wäre ich mit dem nämlichen Eifer zurückgelaufen, mit dem Aeneas wieder in die Flammen von Troja eilte, als er bemerkte, daß seine liebe Creusa, die vielleicht nicht so gut zu Fuß war, als er, sich in der Dunkelheit der Nacht verlohren hatte. Doch ich getröstete mich nach seinem Exempel gar bald, als ich wieder in die Gesellschaft einer andern Sandbüchse gelangte, um die freylich nicht so viel Blut vergossen wurde, als um des Heiden zweyte Gemahlin. Da wir in unsrer Ehe kerne Kinder zeugen, sondern dieselbige blos zu unserm Vergnügen führen, worinnen wir einen grosen Vorzug für euch Menschen haben, deren Ehen meistens Martern und Höllen sind, so war es mir endlich auch gleichviel, welche ich wieder zu meiner Ge­liebten bekommen würde, indem mir eine so viel Dienste that, als die an­dre, und unter uns die wechselseitige Hülse, die bey euch weiter nichts heißt, als daß sich ein Theil bemüht, dem andern das Leden sauer zu machen, kein Zweck des Ehestandes ist.

Vor Der