mrd Nachrichten.
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Lkadcnrische Neuigkeit.
Den 30 Sept, hielt Herr D- Friedrich August Eartheuser , als gnadigst bestellter Protelfot l». o. Mcdicinac & Phyficcs seine Antrittsrede: deinßgniGhemiae ufil ia Pbilofophia naturali.
Nachdem zuförderst der grosse Nutzen der Chymie in der Arzeneikunst, Oecono- mie und verschtednen Künsten kürzlich angeführet worden, so wird der ausnehmende Nutzen dieser Wissenschaft m der Naturlehre gezelget, als welcher schon zum voraus daher erhellet, weil beide Wissenschaften sich mit einerlei- Gegenstände, nämlich der Natur der Körper, obgleich auf unterschiedne Art, beschäftigen. Ue- berhaupt dienet die Chymie in der Naturlehre nicht allein verschiedne Lehrsätze besser und gründlicher einzusehen, sondern auch allerlei) merckwürdige Versuche jur Erläuterung der pbysicalischen Satze anzustellen. Insbesondere aber ist der Nutzen dieser Wissenschaft itz einigen Theilen derNatnrlehre sehr vorzüglich, wohin zum ersten die We vomlFeuer gehöret. Niemand hat mehrere Gelegenheit die Erzeugung, Natur und Wirkungen des Feuers kennen zu lernen, als ein Chymieverständiger. Die Chymie bietet die schönsten Zubereitungen dar, womit die zur bessern Kenntniß des Feuers nöthigen Versuche vorgenommen werden können, bey welcher Gelegenheit der Hombetgische Pyrophorus, der Englische Urinphojphor, der rauchende Salpetergeist, die durch chymische Kunst verfertigste Naphthac u.a m. zumBerspie- le angeführet worden. Aus der Chymie lernet man die Materie des Feuers oder daö sogenannte Principium phlogifton kennen, wie denn auch die Kenntniß der übrigen Bestandtheile der Körper aus dieser Wissenschaft geschöpfet werden maß. Hieraus wl' d der Nutzen der Chymie in der Lehre vom Licht , wobey. der verschiednen Phosphorarten Meldung gcfchiehet, in der Lehre von den Farben, von dem Schalk, von der Lust, von dem Wasser, und von den Luftbegebenheiten oder Metcons kürzlich gezeiget, und mit Exempeln bestätigt. Zuletzt wird des Nutzens gedacht, ' den die Chymie in Entscheidung verschiedner physicalischer Streitigkeiten leistet, und durch die Beispiele einiger berühmter und verdienter Gelehrten gewiesen, wie nutz- -slch es sey, die Chymie und Naturlchre mit einander zu verbinden.
unenlich besser, wenn du ganz unverheyrakhet bleibst, als wenn Du einen Mann bemachest, den du nicht auf das aufrichtigste und ;attlichjic liebst.
0 meine Tochter, laß diese Lehren deiner treuen Mutter nie aus den tiem Gedächtnisse kommen. Wenn Du in der Ehe glücklich seyn willst; so nimm sie zur Richtschnur bey der Wahl deines Mannes. Bedenke oft, daß das Heyrathen, auser dein Sterben, Die wichtigste Begeben, heit deines Lebens ist. Wenn Du in der Ehe glücklich bist, so wirst Du auch nach Dem Tode glücklich seyn. Ich hoffe, unser GOtt w,rd Dir Dieses Glück verleihen, wie er es verliehen hat
Deiner
treuen und zärtlichen Mutter.


