W Gl'esische wöchentlich-gemeinnützige Anzeigen
academischen Lehrstühlen die christliche Religion auf eine über-r zeugende und nach unfern Zeiten abgemessene Art vorgetragen wird: oder daß die Prediger bey dem öffentlichen Gottesdienste d:e Religion IEfu annehmungswürdig machen. Besser wäre es, wenn die jungen Menschen, schon in der Schule, da sie erst eine Religion catechetisch, das ist, auf eine vor Rinder be- grerfltche Arr, lernen, unterrichtet würden / wie unumgänglich nothwendig die christliche Religion zu unserer Glückseligkeit sey. Darf rch es wagen, zu sagen, daß diese Bogen ein Verstrch von emcm dergleichen Unterrichte |eyn sollend Ich habe sie zum we- dieser Absicht aufgesetzet. Sie sind dahero eigentlich nrcht zum Dienst ganz gemeiner und niedriger Schulen unternommen worden. Meiner Meynung nach, kan diese Schrift denen Lehrern in TriviakSchulen und denen Herrn Hauss-Informatoren vorzüglich nützlich werden. Die mehresten Leute, die Areydencker werden wollen, sehen nichts weiter/ als Trivial- und Privarschulen. Heilsamer Anschlag des Verfassers! Selige Absicht die er zu erreichen suchte! Und wie hat er solche erreichen wollen ? Welchen Mn hat er sich dazu entworfen? Von diesem angeprießencn Lehr- Gebäude einen Entwurf zu machen, antwortet Herr Jacobi selber, hat man nicht mehr nöthig, als aus Reufchens Einleitung m dre Gottesgelahrheit, Daries philosophischer Sittenlehre und j. Steph. MÄlers Sittenlehre IEju einen kurzen Auszug zu machen. Weswegen der Herr Verfasser zwo Haupt-Ab- rheuungett machen mußte: in der Ersten von der philosophischen Religion und ihren Mängeln redete; in der Zwoten von der cre- ossenbahrren Kdfgion, welche die Mängel der Philosoph,- scheu erganzet/lhandelte: von einem ieden Theile aber widerum zween Abschnitte machete: bey dem ersten Theile erst von der philosophischen Glaubenslehre und ihren Mangeln: dann von der philosophischen Srttenlehre mW ihren Mangeln redete: im zweiten Theile hingegen theils von der geoffenbahrten Glaubenslehre und ihren unaussprechlichen Vorzügen: theils von dergeoffenbahrten Sittenlehre und ihren Herr» uchen/ ihren vorzüglichen Tugenden ordentlich und gleichsam Stuffenweise, handelte. Natürlicher konnte wohl kein Plan zur Erreichung der beschriebe- nen Absicht entworfen, zum Grunde eines solchen Lehrgebäudes geleaet werden! Und wenn er auch nicht ausgeführt worden: so wär das Ehrege-
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