Ausgabe 
6.5.1766
 
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W Gl'esische wöchentlich-gemeinnützige Anzeigen

academischen Lehrstühlen die christliche Religion auf eine über-r zeugende und nach unfern Zeiten abgemessene Art vorgetragen wird: oder daß die Prediger bey dem öffentlichen Gottesdienste d:e Religion IEfu annehmungswürdig machen. Besser wäre es, wenn die jungen Menschen, schon in der Schule, da sie erst eine Religion catechetisch, das ist, auf eine vor Rinder be- grerfltche Arr, lernen, unterrichtet würden / wie unumgänglich nothwendig die christliche Religion zu unserer Glückseligkeit sey. Darf rch es wagen, zu sagen, daß diese Bogen ein Verstrch von emcm dergleichen Unterrichte |eyn sollend Ich habe sie zum we- dieser Absicht aufgesetzet. Sie sind dahero eigentlich nrcht zum Dienst ganz gemeiner und niedriger Schulen unter­nommen worden. Meiner Meynung nach, kan diese Schrift de­nen Lehrern in TriviakSchulen und denen Herrn Hauss-Infor­matoren vorzüglich nützlich werden. Die mehresten Leute, die Areydencker werden wollen, sehen nichts weiter/ als Trivial- und Privarschulen. Heilsamer Anschlag des Verfassers! Selige Absicht die er zu erreichen suchte! Und wie hat er solche erreichen wollen ? Welchen Mn hat er sich dazu entworfen? Von diesem angeprießencn Lehr- Gebäude einen Entwurf zu machen, antwortet Herr Jacobi sel­ber, hat man nicht mehr nöthig, als aus Reufchens Einlei­tung m dre Gottesgelahrheit, Daries philosophischer Sitten­lehre und j. Steph. MÄlers Sittenlehre IEju einen kurzen Auszug zu machen. Weswegen der Herr Verfasser zwo Haupt-Ab- rheuungett machen mußte: in der Ersten von der philosophischen Religion und ihren Mängeln redete; in der Zwoten von der cre- ossenbahrren Kdfgion, welche die Mängel der Philosoph,- scheu erganzet/lhandelte: von einem ieden Theile aber widerum zween Ab­schnitte machete: bey dem ersten Theile erst von der philosophischen Glaubenslehre und ihren Mangeln: dann von der philosophischen Srttenlehre mW ihren Mangeln redete: im zweiten Theile hingegen theils von der geoffenbahrten Glaubenslehre und ihren unaussprechlichen Vorzügen: theils von dergeoffenbahrten Sittenlehre und ihren Herr» uchen/ ihren vorzüglichen Tugenden ordentlich und gleichsam Stuffenweise, handelte. Natürlicher konnte wohl kein Plan zur Erreichung der beschriebe- nen Absicht entworfen, zum Grunde eines solchen Lehrgebäudes geleaet werden! Und wenn er auch nicht ausgeführt worden: so wär das Ehrege-

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