$4° Gkesisehe wZcheMsch # gemeiunsstzige Anzeigen

macht, davon der eine Theil kindisch, der andre rasend und der dritte kaum halb vernünftig ist, und auch von diesen misratben ihm unter hundert vhn- f-HIbar neun und neunzig. Demohngeachtet ist das Projectenmachen nicht ganz zu verwerfen. Insonderheit ist es in vielen Staaken sehr ost eine nun. liebe Quelle vieler guten Anordnungen und Einrichtungen gewesen. Es fehlt gemeiniglich nicht an Leuten, die sich hiermit abgeben, und es ist mancher, dessen Kunst in weiter nichts als in ein paar theils unmöglichen theils offen« bar schädlichen Projekten bestanden hat, schon oft zu den mifehnlichften Ehrenstellen gestiegen. Aber die Anstalten sind in diesem Stück noch nicht hinlänglich, um allen Vortheil aus denen Projekten zu ziehen, den man davon haben könnte.

.Diesenmach wäre es nicht unnützlich eine ganze ProseetenMacher« Geieilschaft in einem jeden Land zu errichten. Ein jeder der ein halbes Hun­dert Projekten zur Verbesserung des Landes, oder einzelner Stücke in dem- sclbigen vorbringen könnte, müste darinnen aufgenommen werden. Es kommt nichts darauf an, ob die Vorschläge die er angiebt vernünftig sind. Denn gar oft gerakhen die abgeschmacktesten Pro/ecte, wenigstens rum Vortheil ihrer Urheber, da die klügsten Anschläge gemeiniglich seh, schlagen. Em zedes Mitglied müste nach der Menge der Projecten die es verfertigt, «in gewisses bezahlt bekommen, weil es unbillig ist seine Kräfte umsonst für den Staat zu verschwenden. Sölten ihrer zwei) auf einerley Gedancken fallen, fo muffen sie die darauf gesetzte Belohnung theilen, wodurch denn die Leute zu einem starcken Nachsinnen aufgemuntert würden. Alle Woche inuste die Sammlung der gemachten Projekte der LandesObrigkejt überge- ' bm werden, weiche alsdenn manchen nützlichen Vorschlag finden würde, daran man sonst nicht gedacht, oder den etwa niemand anders Muth ae- habt haben wurde vorzutragen. Denn einem Projektenmacher muß man alle mögliche Freyheit lassen, feine Gedancken auf das Papier zu setzen di- Sache ungereimt, so ist er schon bestraft genug, wenn sein Projekt nicht ausgeftihrt wird, welches solchen Leuten schon nahe genug zu -Ser« zen geht.

.. Hierdurch würde also ein Staat den Vortheil haben, daß es ihm nie­mals im Anschlägen fehlen könnte, und alle diejenige, welche sich nicht als Mitglieder der Gesellschaft rechtfertigen könnten , würden dadurch genügt seyn, ihr Ladlen Uber den Staat einzustellen, und anstatt politische Kan- «engiesjer abzugeben, ihren BerufsGeschäften nachzugehen. Es'ist von selbst