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in ihrer Gewalt, aber ich verlasse mich auf ihre Grosmuth. Ich bitte Sie um Gottes willen, misbrauchen Sie die elende Umstande nicht, in welche mich meine Mutter gesetzt hat. Der Prinz, von so viel Tugend gerührt, hieß sie aufstehen, und bat sie, ihm au sagen, wie sie sich habe entschliefen können, mit ihm allein zu ftyn. Prinz, sagte sie, ich bin mit ei­nem jungen Menschen verlobt, der mich liebt, wie ich ihn, den mir aber meine Mutter nicht erlauben will, zu heyrathen. Sie drohte mir, ihrent- wegen mich in ein Kloster zu stecken, die Furcht, meinen Gelibten zu verlie­ren, hat mich dazu bewogen, und die Hoffnung, daß Sie mein Elend rühren würde. Hätte mich meine Hofnung betrogen, so sehen Sie hier, dieser Dolch hätte mich für der Schande verwahren sollen. Der Prinz erstaunte, er bewunderte ihren Muth und ihre Tugend. Ich will mich bemühen, sagte er, sie glücklich zu machen. Er gab der Mutter einen hef­tigen Verweis wegen ihrer Grausamkeit gegen eine solche Tochter, und sagte ihr, wenn sie die versprochene tausend Louisd'or haben wollte; so müßte sie in die Ehe ihrer Tochter mit ihrem Bräutigam einwilligen. Und als die Mutter unentschlossen war, kündigte er ihr an, daß er bey dem Gros- Herzog es auswirken wolle, daß sie in ein Kloster sollte gesperrt werden. Das Kloster erschreckte die gottlose Mutter. Sie willigte in die Ehe ih­rer Tochter. Der Prinz ließ den jungen Menschen holen, kündigte ihm selbst sein Glück an, und versprach der Tochter eine jährliche Pension von tausend Thalern.

Damit der noch übrige Raum nicht ganz unbenutzt blecht; so wollen wir ihn zum Vergnügen unsrer Leser mit einigen schönen Räthseln anfüllen, die wir neulich in einer bekannten Wochenschrift angetroffcn haben. Wir haben sie errathen, und theilen sie nun auch zur Auflösung unfern Lesern mit. Wollen sie uns ihre Auflösung zuschicken, so wollen wir ihnen sagen, ob sie sie wirklich errathen haben.

i. Rächst!.

Ich kenne drey Schwestern, die zugleich gebohren sind, und doch ist eine die Mutter der beyden andern, sie giebt ihnen das Leben und ist doch ohne sie nicht lebendig. Die eine eröfnet den Himmel, die andre erwartet ihn, die dritte verdient ihn nicht, und kommt doch allein hinein.

3 5 r. Räch-