66 Gr'esische wöchentlich- gemeinnützige Anzeigen

er Lobgesünge über den Reichthum der Erbarmung Gottes singen hören, nur einige wenige würde er aus Dankbarkeit gegen denselben ein heiliges und vor seinen allsehenden Augen untadelhaftes Leben führen sehen. Ich will meine Leser anitzt ju dieser wichtigen Pflicht des Christenthums und der Vernunft aufmuntern, und ihnen in dieser Absicht ein Loblied mittherlen, das ein Christ bey der Betrachtung der göttlichen Wohlthaten gesun­gen hat.

preiß der göttlichen wohlthaten.

Dem tausend tausend Welten flehen,

Den hier Insekt, dort Engel lobt;

Zu dessen Preiß itzt sanfte Zephyr wehen. Itzt ein Orkan in Meeren tobt;

Erhabner Ursprung der Naturen!

HERR, der dem Nichts zu se^n gebot!

Mein und des Staubs, der Himmel und der Fluren

Der Götter und des Wurmes GOTT!

Dich bdf ich an! Dir fall ich nieder, Voll Demuth in den Staub gebeugt!

Dich beit ich an! Dich rühmen meine Lieder!

Dir jauchz' ich, wenn der Undank schweigt 1

Zwar sind die Wunder deiner Liebe

Zu gros, zu unbegreiflich mir.

Doch Gütigster! der Ehrfurcht reine Triebe, So schwach sie sind, gefallen Dir.

Dank Dir! daß nicht zum rummen Thiere Mich Dem erschaffend Wort gemacht.

Dank Dir! daß ich nicht blühend Felder ziere, Unseelig bey der größten Pracht.

Du hast - mir Staub welch eine Ehre! - Mit einer Seele mich beglückt,

Und