£ dHnd Nachrichten. «71
„ kann- Der Sieg/ die Lsbeeerhebungen / finb dem mensihli- eben Gemüthe sehr angenehm; aber es rsi ein noch weit aujer-
„ leftneres Ergeyen, wenn man zu sich selbst s^genkann: Du f, hast rechne geehan! als wenn das ganze menschliche Geschlecht/ u UNS für ruhmwürdig ausschrevet und wir selbst in Ulstern eig- i, neu Gedanken mit ihm nicht übereinstimmen können. Einem ' h solchen gleichgesinnten Gemüthc kann es zuweilen wohl an „ einigen Bewunderern und Verehrern fehlen: Seelen aber/ die lf auä) von solcher Gröle sind/ werden es allemal hocvhalten. f, Die Aeste der Eichen stehen alle Jahres Zeiten aus/ ungeach- f, tet ihr Laub im Herbste abfallt; und auch dieses wird im Früh- linge doch wieder ersetzt.
Man hat uns vor einigen Tagen folgende Gedanken zugeschickt, die mit unsrer heutigen Materie in einiger Verbindung stehen. Wir wollen sie deswegen auch in dieses Blatt einrücken.
Das Betragen junger Leute in Gesellschaften ist selten so beschaffen, - wie es die Regeln der Klugheit und Woblanstündigkeit erfodern. Man hat daher eine Menge von Gesetzen vorgeschrieben, welche in dem öffentlichen Umgang beobachtet werden sollen. Da sie aber meistens sehr unbestimmt ausqer ruckt und Fülle und Umstünde nicht gehörig unterschieden werden, so lerden sie nicht nur oft Ausnahmen, sondern es ist auch zuweilen schwer, auszumachen, ob diese oder jene sonst richtige Regel in einem gegen- würtlgen Fall befolgt werden soll.
Man muß daher wohl auf den Unterschied der Personen woraus d:e Gesellschaft besteht, acht haben; denn mit vornehmem muß anderst umge- aangen werden, als mir seines gleichen. Es giebt gewisse Materien, wo eS jungen Leuten wohl ansteht, das Gespräch mit zu führen, da sie bey andern Sachen besser schweigen. Was in einem Bezirk von gewissen Personen gantz schicklich ist, ist oft in einer andern Gesellschaft eine Grobheit. Und so giebt es mehrere Falle die man immer für Augen haben muß, wenn man nickt in offenbahre Fehler verfallen will. Ein guter natürlicher Verstand, eine hinlängliche Belesenheit in den besten moralischen Schriften, unter welche ich auch die Satiren, die Schauspiele, vernünftige Romanen- gute Dichter und derglelchen Sachen mehr rechne, durch welche man tie
D z Welt


