Ausgabe 
29.10.1765
 
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34« Gstsisch« wkchemlich, gemeinnützige Anzeige» bleiben. Besonders aber lernen wir auch, daß es aus unendlich dielen Ursachen sehr schwehr ist, ein Wochenschriststcller in einer Stadt, wie Gies, senkst, zu seyn. Zu unserm Glücke haben wir dieses alles schon so gut be- gnffen, daß uns alle richterischen Aussprüche unsrer Beurthciler, fl-- zen uns tadeln oder loben, ste mögen dcurrn, oder unsre freundschaftliche Erinnerungen für einen Spott, oder für einen aufrichtige» Eiser unsere Mitbürger ju bessern, ansehen, weder allzu kleinmüthig, noch allzu über, muthig machen.

Ich kam jüngsthin ganz unvermuthet in eine ansehnliche Gesellschaft, wo man auch von dem Wochenblatt zu reden anfieng, und wo ich auf ei­ne mir sehr empfindliche Weise gewahr wurde, daß es in unsrer Stadt im- mer noch viele Deuter geben müsse. Ich erstaunte, als einer in der Gesell­schaft fügte: vdr kurzem har ja wieder eine Garere im WOcbcir^ blatt gestanden, wovon jedermann das Original kenne; und ich erstaunte noch mehr, als er sich so gar unterstunde, das vermeinte Origi­nal mit Namen zu nennen. Ein anderer aber, der mich kennte, suchte mich zu rechtfertigen, und fragte dm Redenden im Scherze: Haben Sie jüngsthin auch die LIachricht von der Dcuterischen Familie ctc^ Gre sich, dass Sie nicht darunter gezählt werden. jbtuftjoov gewis sagen, fuhr mein Freund fort, dass dre Gatyre/ wenn sie auch eine besondere Absicht crehabt harte, nicht von den eigentlichen Verfassern des Wochenblatts hcrruhrt ; sic ist von einem andern el»gc,chicht worden, und sie wurde vielleicht nicht im Wochenblatt stehen, wenn die Versa,- ^desselben eben das gewußt hätten, was Sie zu wissen vor- wct6/ versetzte der andre, habe ich nicht von mir lelblr, ich habe es von einem ander», und wenn ich die wahr- hew lagen (oll, selbst von dem,eiligen, den die Sarprc haupe- loll getroffen haben. Sie sehen also, daß man mir

V^xm rourbe, wenn man mich unter das deuterische <Scfcbled)t red)iun wollte. Ich getraue mir zu behaupten, daß es gegenwärtig, wenigstens in unsrer Stadt, gar keine Deuter mehr grebt. Denn seitdem die Vlad)riebt von diesen Verläum- gemacht worden ist; seitdem habe ich schon ver-- schledencmal wahrgenommen/ dass unsre Mitbürger die Saty- ren besser zu benutzen gelernt haben. Anstatt daß sie dieselben

vor-