und Nachrichten.
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bient, (o wie un» die Dankbarkeit zu allen Zeiten und in allen Umstanden Verehrer, ßreunbe und Gönner zuwege bringt.
Dem klmwang und deine Gesellschaft laß immer vernünftige, tugendhafte und wenn es möglich ist, lolche Leute |eyi>/ ®1« dm.n du etwas lernen kannst. Fliehe dagegen allen Umgang mit liederlichen, niederträchtigen und unedeldenkenden Menschen. Wenn du dieses thust- so wirst du nicht allein für allen Verführungen zu Thor« beiten und Lastern sicher seyn, sondern alle Rechtichafene werden sich mich rin Vergnügen und eine Ehre daraus machen, mit dir umzugehen. Das Sprüchwort ist nicht ganz ungegründet: daß man den Menschen au. seinem Umgang und ans seiner Gesellschaft beurteilen könne.
Wenn du wünschest, von andern geliebt zu werden : so sauge du »«erst au, sie;u lieben, und sie von deiner Hochachtung und ergeben« beit bei) jedem Vorfall zu überzeugen. Kurz : suche ein wahrer Menschenfreund ;u werden'- dann wird es dir nie an ^retinöcn, nie an Gönnern und Beschützern fehlen. Und wenn du alle diese <ugetiien und die größten Vorzüge vor andern besitzest, dann je? nicht hochmurhrg send verachte keinen Menschen.
Siehe! mein liebster Sohn, dies sind die wenigen allgemeinen Mittel, die du anwenden mußt, wenn du dich bey den Menschen beliebt, und dir selbst das Leben angenehm machen willst. Die besondem Mittel, de- v»m ß(h in Fefern ^punctc bedienen fotui ? tvirfl Du und) unD nnep von dir seiber lernen können. Sie hängen theils von dem Alter, theils von dem Temperamente, theils von den verschiedenen Charaeteren und von dm Übrigen Umständen derjenigen ab, deren Gewogenheit man zu gewinnen kuckt ^cb will nur noch-dieses einzige anmerken. Fast alle Menschenhaien eine gewisse Schwäche, eine gewisse herrschende Leidenschaft, wodurch du dir, wenn du sie einmal entdeckt hast, mit leichter Muhe den geraden Weeg zu ihrem Herzen bahnen kannst. Da aber doch diese Leckemchast ben den meisten eine fehlerhafte und verderbte Neigung ist; so rathe ich dir nickt, daß du ihre Gunst durch verdoktene Mittel zu erhalten krach« test. Denn es gibt sehr wenige Fälle, wo man durch den Gebrauch unerlaubter Mittel seinen Endzweck zu erreichen suchen darf. Meistenkheils werden dadurch höhere Gesetze beleidigt.
Wenn dir also die Ehre und die Liebe der vernünftigen Welt nicht gleichgültig ist (und sie kann dir nicht gleichgültig seyn), so gebrauche diese ® E, Mittel»


