wöchentlich e /» /

Zwky und Zwanzigstes Stück.

Dienstags den rett» IHay 1765.

MN Hvchfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

Eingcschiektts Sehreiben.

ikiKMai, bittet inständigst, den folgenden Brief, wenn es s-yn kann, r» beantworten, und sich es nicht misfallen zu lassen, daß er so spät

ÖpweJyJ übersendet wird-

Meine Meinung, die Sie wegen der in den Giesstschen wöchentlichen Anzeigen befindlichen Anmerkungen über den Ackerbau (16 und >7tes Stück des vorigen Jabrs) von mir verlangt haben, bestehet kürzlich darin, daß Hamel Monceau neue und paradoxe Dinge auf die Bahn bringet, von welchen man weder in den alten Lateinischen Autonbus, noch m guten deutschen Büchern von dem Ackerwesen etwas finden wird; inmaffen er sta- tuiret, daß das sieistge Ackern das Hauptwerk und dem Düngen vorzu- ziehen sey, und sich demnach bemühet, den Werth der Dunge herunter zu setzen, und dem vielen Pfiügen allen Vortheil zu attribuiren, das allen erfahrnen Ackerleuten gar seltsam vorkommen muß, als bey welchen es ei­ne ausgemachte Sache ist, daß die Dunge das Hauptsächlichste, probateste und beste Mittel sey, den ausgesogenen Ackerboden wieder fruchtbar zu machen, und daß mehr zu pfiügen, als hergebracht ist, nicht allein über« fiüffig sey, sondern auch die ohne das penible Ackcrarbeit nur vergrößere. Ich kann nicht umhin, hierbey das Sentiment des Ihnen bekannten Nr- I' Mas