"304 Giesifch« wZchctttü'ch-gemeittnützige Anzeige«
-lichen. Wen. S,e uns nie in dem Eifer für dieseiben ermüden. Er wirb uns nicht allem die Gunst unsrer Beschützer erwerben, er wird uns auch den andern beliebt machen. Er wird nicht allein die stärkste Triebe zur . Vollkommenheit m uns erwecken, er wird sie auch unterhalten. Er wird ÜÜ5 b,£.^B'ffenfWten angenehm, er wird sie uns auch zu un- ftrm G ucke unentbehrlich machen. ©r wird uns nicht allein gute Sitten und die Liebe zum Wohlstand einslosen; er wird uns auch geschickter ma« chen , unserm Mbenmenschen und unferm Vaterlande zu dienen. Er tvuc uns nicht allein zur Einigkeit unter uns selbst antreiben, sondern such zur r)ne^ftttlgkelt gegen andre gewöhnen. Er wird uns nicht allein ^ur Menschenliebe und zur Grosmuth gegen andre ermuntern, er wird uns auch zu einer treuen und zärtlichen Freundschaft unter uns selbst anfeuern. ~oi'’ nothig ist es demnach nicht, dielen Elfer zu unterhalten und ihn i'm-
!rt uns brennend zu machen. Ohne ihn kann unsre Geselllchast mcht bestehen, ohne ihn kaiin sie nicht in Aufnahme'kommen. ^8:rd wohl der Nutzen von untern Bemühuiigen sehr gros seyn, wenn wrr mcht aufrichtige und redliche Freunde sind, wenn nicht die liebenswür- dlge Emrgkelt m unsrer Gesellschaft herrscht, wenn wir uns nicht mit ge- melNjChastli hen Kräften zu verheffern suchen und seden bescheidenen Tadel des andern nut Sanftmuth aufnehmen? Wem wird es zu einer beson- dern Ehre gereichen, ein Mitglied unsrer Gesellschaft zu seyn, wenn wir mcht eben so sehr durch Sitten als durch Wissenschaften zu gefallen suchen, wenn wir mcht allen Umgang vermeiden, der keinem vernünftigen und edel- denkenden Menschen anständig ist, wenn wir nicht bey der Wahl unsrer Mitglieder mehr auf die Gesinnungen des Herzens, als auf die Fähigkeiten des Verstandes sehen? 1 0 ; y
Sch bleibe, Vornehme Zuhörer/ um nicht Ihre Geduld zu ermü- den, bey diesen wenigen Mitteln stehen. Die Zukunft wird es @tc, rheurette Mitglreder dieser Gesellschaft, die Zukunft wird es Sie lehren, daß sie vollkommen hinreichend sind, unsre Absichten zu erreichen mid uns der Ehre immer würdiger zu machen, welche sich heute vom 'Throne eines Fürsten, der ein Kenner der Wissenschaften und ein Liebling der Religion und Tugend ist, übet uns ausbreitet. Wenn ich Sie auch anrtzt durch die Gnade, die unser wohlthätigster Beschirmer ge- §^Ä^Ezufttzen geruhen wird, wenn ich Sie durch den Glanz und das Ansehen, daß wir uns hinführo von der Gewogenheit unsrer Gönner Ianz sicher versprechen können, oder durch die gewisse Erweiterung Ihrer eignen


