wöchentlich-
gmeinnüMe KiMtgen mö WWU Neun und Dreißigstes Stück.
Dienstags den Mtcn Sept- 1765.
Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
R. . . . den 29. Julius 1765. Hochgeehrteste Herrn!
E^Mein Schwager der Herr Eurr'rlnus Altlr'eb hat mir das Glück, das er in feinem neuen Ehstand durch ihre Vermittelung genießt, so reizend beschrieben, daß ich die Grösse des Uebels, welches ich in der Ehe mit einem Thoren erleide, jezzo doppelt empfinde. Hätten Sie dann Ihre geheime Geschichte nicht ein wenig eher herausgeben können? Wenn es nur vor einigen Jahren noch geschehen wäre, so würden Sie mich gewis einem Unglück entrissen haben, worein mich blos die abergläubische Meynung meiner Mutter, daß die Ehen im Himmel geschlossen würden/ gestürzt hat.
Ich will Ihnen meinen Mann, und den Zufall, durch welchen ich ihm meine Hand zu geben genöthigt worden bin, kürzlich beschreiben. Ur- theilen Sie dann selbst, ob ich nicht alles Mitleiden verdiene.' Ich war ein Madgen das einen unvergleichlichen Vater und eine recht gute Mutter hat. Die Feinde sagen zwar der letzteren nach, daß sie eine andre Xantip- pe sey, ja sie sind so boshaft, diesen Namen auch so gar ihren Schwestern bemlegen und ihn zu einem GeschlechtsNamen zu machen. Sie wissen
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