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hatten, daß sie JEsum die Wunder, welche sie in ihren Schriften erzäh­len, hätten verrichten und ihn endlich von den Todten hätten auferstanden gesehen.

Ich würde in der That Ihre Geduld misbrauchen, mein Herr, wenn ich Ihnen hier eine Beschreibung von den mannigfaltigen Leyden, von den fürchterlichen und entsetzlichen Martern machen wollte, welche die ersten Prediger des Evangeliums erduldet haben. Ich will Sie nur gehorsamst bitten, selbst zu erwägen, daß die Apostel alle diese unbeschreibliche Leyden freywillig und mit reifer Überlegung ausgestanden, und daß sie sie einzig rind allein um ihrer Predigt und des Zeugnisses von Christo willen über­nommen haben. Sie sahen alles voraus, was sie würden leiden müssen, wenn sie seine Lehren und seine Wunder verkündigen würden. Sie sahen auf der andern Seite, daß sie allen diesen Leyden hatten entgehen können, wenn sie diese Wunder und diese Lehren hätten verschweigen wollen. Sie wußten, nachdem sie schon wirklich das Evangelium predigten, daß sie von allen diesen Drangsalen befreiet seyn könnten, wenn sie ihre Parthey ver­lassen und auf die Seite der Feinde des Christentums tretten wollten. Sie konnten so gar hoffen, daß ihnen dieses bey der Welt Ehre machen würde. Sie konnten grose Belohnungen erwarten, wenn sie ihre Mitbe- trüger verrathen und ihr strafbares Vorhaben entdeckt hatten, (voraus ge­fetzt nemlich, wenn siedergleichen gehabt hätten). Aber ungeachtet aller dieser Vortheile verkündigten sie allenthalben die Lehre und die Auferstehung JEsu Christi. Sie setzten sich lieber tausend Qualen aus, als daß sie diese Wahrheiten, ob sie gleich verachtet, gehaßt und allenthalben verfolgt wur­den, hätten verschweigen sollen. Sie wollen lieber sterben, lieber unter den empfindlichsten Schmerzen, lieber unter den entsetzlichsten Martern sterben, als ihr Zeugnis rviderruffen. Warlich, mein Herr, nur die Macht der Wahrheit wovon das ganze Herz durchdrungen ist, nur diese kann ei­nen Menschen zu einer so ausserordentlichen Entschliesung bewegen, und anfeuern, sie mit einer so wunderbaren Standhaftigkeit zu behaupten. Ja ich getraue mir zu beweisen, daß solche Leute, wie die Apostel waren, nicht einmal würden fähig gewesen seyn, ihre Standhaftigkeit so weit zu treiben und diese Wahrheit, ob sie gleich AugenZeugen davon waren, ob sie gleich alle diese Wunder mit ihren eignen Augen hatten verrathen gesehen, so lan­ge, als sie wirklich gethan haben, zu behaupten; daß sie alles dieses zu thun, nicht würden fähig gewesen seyn, wenn sie GOtt nicht auf eine auss'ror-

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