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daß alsdenn ihr Wunsch noch etwas eher, als zu emer andern Zeit wahr werden kann. Es sind mir auch viele Exempe! bekannt, daß diejenigen, welche den Donner so oft rufen, bey entsiandnem Ungewitter vor andern am allerfurchtsamsten gewesen, und sich entweder mit Verstecken, oder Mik hervorgesuchten Wettergebethen, wider die Gefahr zu schützen gesucht
man die Ursachen untersuchet, warum die meisten zu fluchen gewohnt sind: so wird man finden, daß insgemein eine sastche Ehre da- bev zum Grunde liegt. Man bildet sich ein, durch das Fluchen seinen Worten einen Nachdruck, und sich ein Ansehen zugeben. Ern Menich, welcher sichs in den Kopf gesetzet, recht zu zeigen, daß er zu leben wisse, wrrd zehnerlei) Formeln im Vorrathe haben, mit welchen er fernen Worten ein Gewicht geben kann, das sie an sich nicht haben wurden: p er wird so witzig seyn, daß er sich einbilden wird, ein Fluch , den man entweder gleich zu Anfänge, oder im Schlüffe emer Rede recht geschickt anbringe, mache die ganze Rede erst recht manierlich. Mancher Harwva- ter macht sich durch das Fluchen bey den seinen furchtbar, und ern Offi- cier glaubet, seine Soldaten desto eher zum Gehorsam zu bringen, mehr er mit dergleichen Centnerschwehren Worten um sich wirft. Mit M-m ung-grünv-ken Vomrth-,1- trägt man sich- und daher kommt es, daß junge Leute, die Kunst zu Fluchen nachzuahmen suchen , und sie so gar für eine Art der Wohlredenheit ansehen. Es wird aber em jeder vernünftiger Mmsch leicht begreifen, wie wenig Ansehen man sich durch diese armselige Kunst bey Personen, die Verstand besitzen, zuwegen bringe. Die Glucke bestehen doch nur in einem Haufen unnützer Worte, die man Gedankenlos hervorbringt, und die noch dazu eine schwere Verantwortung nach fd) Laster, welche besonders einem von den beyden Ge
schlechten der Menschen vorzüglich anhängen, und dahm ist unstreitig das fluchen zu rechnen. Die Mannspersonen sind insgemem diesem Laster ergeben. Ich erinnere mich zwar auch verschiedener Exempel von Weibspersonen , die wenn sie in Zorngerathen sind, so gut, als ern Fuhrmann, geflucht haben Doch ist dieses etwas seltners, und es bleibet d-e es Laster hauptsächlich dem männlichen Geschlechte eigen. Ich habe auch bemerket, daß die Mannspersonen selbst, in der Art zu fluchen sehr von einander unterschieden sind. Ein Fuhrmann wird, wenn er flucht, ganz andre Worte brauchen, als ein Stutzer in Gegenwart seiner Schönen. Der erste wird,
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