und Nachrichten. 6z

Und hieraus erhellet, wie viel darauf ankomme, daß die Erde um alle Wurzel» genau anliege.

Au diesem Ende leget man, wenn nach der gewöhnlichen Weise ein Baum ge- setzet wird, die Wurzeln auf lockerer Erde mit den Händen ordentlich auf die Sei­ten von einander, bedecket eine jede mit feiner Erde, und drucket diese an den Or­ten, wozwischen oder unter den Wurzeln irgend eine Höhlung bleiben könnte, mit den Fingern an. lieber die wohl bedeckte Wurzel wirst man alsdann die gröbere und schlechtere Erde, und tritt nur so viel oben gegen den Stamm darauf, daß dieser fest siehe, und daß noch die Feuchtigkeiten zu der Wurzel ohne grose Schwie­rigkeit dringen können.

5) Dem Endzwecke des Pflanzens, dessen Anfangs gedacht worden, ist end­lich noch gemäß, daß man der gesetzten Obsibaume warte. Dahin gehöret, daß man sie an Pfähle, die siark genug sind, fest mache, damit sie gerade wachsen, und durch den Wind an den Stämmen und Wurzeln keinen Schaden leiden. Sie sind aber mit Weiden oder schicklichen Bändern so anzubinden, daß die Rinde sich nicht abreibe, noch sonsi verletzt werde, das man auch verhüten kann, wenn man wollene Lappen, Heu oder Stroh zwischen den Pfahl und Baum siecket und uuter dünne Binden leget.

Ferner wird zur Erhaltung sonderlich der im Frühjahre gesetzten Baume erfor­dert, daß man sie im Sommer darauf bey anhaltendem trockeuenWetter so begies­se, daß das Wasser zu den Wurzeln dringe, davon sich zugleich die Erde um diese fesier setzet.

Vornehmlich dienet zu ihrem bessern Fortkommen, wenn der Boden um sie herum von Unkraut, Gras und andern Gewächsen, als welche ihren Wurzeln die Feuchtigkeiten und Nahrung entziehen, rein gehalten, und deswegen, zum wenig- - sien so lange, bis die Bäume in siarkem Wachsthum sind, ohne die Wurzeln zu be­schädigen, gebauet oder so oft, als es nöthig isi, behacket wird.

Lcadeimsche l^achricht.

Den 15. Februar. Bestieg unter dem Vorsiz Herrn DoS. und Prokflor Alefelds, Herr Ludwig Casimir Lauckhard von Dietz den Cathederund defenoirte einige Thefcs ex variis Mcdicinac Panibus defumtas, UM in der Mcdicin die Do^er Würde zu erhalten.

Zu verstreichen.

Nachdeme nachbemeldetes SilberBeschirr und pretiosa Donnerstags den 28ten Februar, öffentlich verstrichen, und an den meistbietenden gegen haare Bezahlung überlassen werden soll; So wird solches dem Publieo hiermit zu dem Ende bekannt gemckcht, damit diejenigen so zu einem oder dem andern Lüsten haben, auf den be­stimmten Tag Mogends um 9. Ubr sich einfinden, und der Steigerung auf dem RathHaus allhier beywohnen mögen.

1) Ein silbern vergoldet nut Diamanten besetztes Creutz. 2) Ein goldener Ring mit 9. Steinen besetzt. ;) Ein dito mit 7. Steinen. 4) Em dito mit i. Stein 5) Ein dito emallierr. 6) Ein dito pur Gold. 7) Zwey goldene OhrRinge mit

Stei-