Musische wöchentlich- gemNiüW Knzngetl unö Nachrichten.
Achtes «Stüct.
Dienstag» den >9tert Februar. 1765.
Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaub»,«.
Beschluß des Unterrichte von, Pflanzen der hochstämmigen GbftBäunie. v er Anfang davon stehet im s-ten Stuck vom vorigen Jahr.
ffiSKan soll ferner, um gute Bäume zu haben, gutes Obst auf rechte 5®$ Stamme pfropfen, und zum Setzen tüchtige und gesunde Bau- ®*e)vJ me ncbiiKii. Da« Obst ist gut, dessen Geschmack e« beliebt macht, und dessen Bäume wohl tragen, und von dein KernObste auch dasjenige, welches sich lange hält. Daher unter dem letzten das Winter- Obst dem HerbstObste, und dieses dem SommerObste vvrzuziehen ist. q» den besten Arten von Aepfeln und Birnen gehören diejenigen, welch« vorher, al« vom Setzen der Apfel-und Birnbäume in die Reihen di» Rede wat, genennet worden. Damit man vor Pfropfreiser, die man von guten Obstarten verlanget, keine unrechte, mit welchen man gar manch- mal binterganqen wird, erhalte, ist Mistrauen und Vorsicht nothig.
Die besten Stamme zum Pfropfen und Aeugeln für allerley Pflaumen sind die jungen Zwetschken und gelbe Spillingbaume, und für Kirschen von verschiedener Art die jungen Bäume von wilden schwurzen brß-


