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stern und v»n andttn Menschen entfernten Ott unmöglich der Furcht für denselben erwehren können. Die« weiß jederman. Und dennoch verbietet man dem Gesinde nicht, solche nichtswürdige und zum Thei'l vielleicht auch ganz abergläubische Dinge den Kindern nicht vorzuschwätzen. Wenn daS Kind weinet, oder nur des Nachts ohne Licht vor die Thür- gehen will; so schreckt man es mit dem schwarzen Mann oder mit Gespenstern ab. O tote unvernünftig ist dieses! Ist es dann nicht genug, daß sie ohnedies io reiferen Jahren den Kopf voll Vorurtheile und schädlicher Mevnunaen be­kommen werden?

Besonders aber macht man den Kindern schreckliche Vorstellungen von diesen Dingen, wenn sie nicht einschlaien wollen. Das ist nun gar zu widersprechend. Wie kann ein Kind einschlafen, wenn es befürchten muß, daß es jeden Augenblick von einem schwarzen Mann oder Gespenst« gehöhlt werde? Und wenn es einschiast, muß es nicht beständig voll Angst und Un­ruhe schlafen, muß es nicht die fürchterlichsten Träume von diese» so ab­scheulich beschriebenen Geistern bekommen? GewiS, die Eltern sollten mit aller Sorge darauf bedacht seyn, daß dies- böse und schädliche Gewohnheit einmal abgeschaft würde. Und mit dieser Gewohnheit sollte man auch die tummen und unvernünftigen Wiegenlieder abschaffen, worin kein Verstand und kein Witz ist. Mr haben uns oft gewundert, wie Leute, die sonst viel Vernunft haben, ganze Stunden lang solches elendes und abgeschmack­tes Zeug singen können. Nicht daran zu denken, daß sich ein zeder ver­nünftiger Mensch , so viel eS möglich ist, zu einer jeden Zeit und also auch wahrend dem Wiegen mit nützlichen und guten Gedanken beschäftigen muK so wäre es, unsrer M-ynung nach, sehr vortrefiich, wenn man auch um der Kinder willen schönere Lieder bey den Wiegen erwählte. Wir glauben nicht ohne Grund, daß dies ein gutes Mittel wäre, die Kinder von ihrer Men Jugmd an einen Gefallen und einen Geschmack am Schönen beyzu- bringen. Denn in solchen Liedern kann man viele schöne und gross Wahr­heiten sagen, bey deren stillen Betrachtung wenigstens keine Zeit übel an« gewendet wird. Wenn wir gewiS wären, daß man unfern Vorschlag nicht Misbilligte, so wollten wir «in solches Lied, das wir vor kurzem an einem gewissen Ort gelesen haben, und des Beyfalls nicht ganz unwürdig ist, jur Probe hierher setzen. Doch wir wollen es wagen. Vielleicht führe» eS nur einige Eltern bey den Wiegen ihrer Kinder ein, und dann sind wir fm unsre Muhe , die wir »NS zum Abschreiben nehmen müssen, hinlänglich

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wiegen,