Ausgabe 
17.9.1765
 
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in welch-«Fomint, gleichsam aufzudring-n. Er muß also eiche Freude darüber empfinden, wenn derjenige, der eine unschuldige DaWe gemacht w, als ein Pasquillant einen, jeden vemunstigeu »erachtet uK, gehaßt wird. Es muß ihm aber auch cm Vergnügen seyn, Wenn .derjenige, M er sich als das Original der Salyre -rdcht-k, durch seine Deutung W ieverman verlacht und verspottet wird. Ueberhaupt M Schad-nft-ude eine von den alleini-dertrachklgsten und boshaftesten Gesinnungen, deren ein Mensch nur fähig werden kan.' . . . -;

, cfgeun ich einen Deuter reden höre; so kommt es mir immer bot, als wenn ich einen Menschen Härte, der eine sehr starke Portion von einer blinden Eigenliebe befaße und sehr schwer zu bessern (e»n muffe. Denn die Begierde zu deuten macht ihn nut auf die Fehler andrer aufmerksam. An sich selbst denkt er niemals. Menn er nur einen Zug in der Satyr- fin» bet, der auf einen andern paßt; so bildet et sich sogleich ein , 6ie übrigen Züge wären von eben dem Original entlehnt, und vergißt über dieser Cm? hildung die nöchige Untersuchung, ob er nicht selbst eben die Thorherten an sich hibe, die er an andern zu finden glaubt.. Er sieht den Splitter in feines Bruders Auge und den Balken in seinem eigenen Auge wird er iW gewahr. Auf diese"Weise beraubt er sich aus eigner Schuld der manmg- faltigen Vortheile, die ein Vernünftiger aus der Satyr- zu ziehen weis.

Bey, dieser Gelegenheit müssen wir einige.Wünsche ausern, deren Er- süllunq wir noch vor dem Schluß dieses Jahres hoffen.

Erstens wünschen wir, daß das D-nt-risch- Geschlecht in unserer Stadt nicht so gar weit mehr von seinem Unt-rganW-mf-rNk s-yn^od-r durch eine baldige Vermahlung mit dem Geschlechte der liebreichen Beur- theiler ausarten möchte. Sollt- dieser Wunsch nicht mit nächstem erfüllt werben; so wollen wir schon auf Mikkel bedacht s-yn, das unheilige Ge« schlecht der Deuker zu vertilge,Sie sollen gewis die ersten s-yn, die an das morallsckc Halserssc" sollen gestellt werden, das tot Mb verfett,, gen lassen. Was wir eigentlich unter diesem moralischen Haiseisen verste­hen, sollen unsre Leser zu ftinet Zeit erfahren. x

Zweitens wünschen wir, daß alle Deuter, ehe sie ihre Deutungen an den Mann bringen, vorher sich selbst untersirchen, und, wenn man so sagen darf, das Buch ihres Herzens nachschlagen möchten, ob nicht etwa die Fehler darin selbst ausgezeichnet sind, die sie an,andern imt so Mlem Vergnügen entdeckt zu haben glauben. Und wenn sie sich alsdenn selbst troffen finden sollten; so wünschen wir von ganzem Herzen, daß sie, sich Pp r mehr