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Mö NaOrtchken.
Acht und Dreißigstes Stück.
Dienstags dm r7em Septz. »765.
Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Nachricht von der Deutenschen Familie in GLessm, Non omnibus datum efty habere nafum.
^■CSSie leicht kann man sich doch irren! Wer hatte denken sollen, daß es noch Deuter in der Welt gäbe ? und daß in diesem Jahre das Deu- tensche Geschlecht, dieses gezüchtigte und langst ausgepeitschte Geschlecht, bey uns von neuem aufieben würde? Dem ohnerachtet können wir versichern, daß seit einem halben Jahre nicht allein unsre Stadt, sondern auch unsre ganze Gegend von Deutern wimmelt, und gleichsam über- schwemmt ist. Wir kommen fast in keine Gesellschaft, worin wir nicht einige Deuter antreffen, nemlich solche niederträchtige Leute, die unser Wochenblatt auf die allerunverschamteste Weise beschimpfen. Von allen Charakteren, die wir bisher in dasselbe haben einrücken lassen, wollen sie das Urbild kennen. Sie deuten mit Fingern darauf und sagen einem jeden, den sie nur ein wenig kennen: sieh ’ da ist der und der gemeint. Heute, rief jüngsthin einer aus vollem Halse in meiner Gegenwart, heute war wieder ein recht comischer Zug von einem gewissen Herrn im Wochenblatt. Von wem dann? fragte em andrer diesen Deuter. Ey, kennen Sie den nicht/
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