AcadcmiMe Ncuigkeit.

Unter Vorsitz Herrn Dottor Geord Lud. Alefeld dihutirte den g. Jul. 17« 5- Herr Hilarius Keyl, von Frankfurt, um die DoctorWürde in der Medion zu erhalten. Die Disputation handelt: de Sphacelo a Caufla inrerna oriundo falutifero aeque ac nocivo , 3 und einen halben Bogen stark.

...r Den i i. Jul. dieses bestieg Herr Friederich Alexander Polexius Lin- drsch von liegen, unter dem Vorsitz Herrn Dr. Johann Wilhelm Bau-

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2zv Grcsrsche wöchentlich -gemeinnützigeAnzeigen vorzutragen. Auch soll ein jedes Mtglied auf eigene Kosten ein altes Weib unterhalten, das in die Hauser geht und Neuigkeiten sammlet, oder sonst jemand, der des Abends vor den Hausern horcht, was darinnen vergebt

Siebentens. Wenn die Gesellschaft zusammen kommt; so soll ein jedes Mitdlied über die Neuigkeiten, die es erfahren hat, sein Urtheil fäl­len, nicht aus der Absicht, damit die übrigen Mitglieder dadurch sollen gebessert werden, sondern nur um der Begierde, über andre zu mtheilen und sich über ihre Handlungen aufzuhalten, ein Genüge zu leisten Je ungerechter diese Urthei'le sind, desto eher werden sie von der Gesellschaft gebilligt werden. 1

Achtens. Bey der Wahl des Aufsehers der Gesellschaft ist beson­ders zu merken, daß er gute Einfälle haben, verleumderisch und bosbaft seyn und einen freyen Zugang in viele andre Gesillschaften haben muß. '

Neuntens. Der Secretair der Gesellschaft soll von der Unterhal­tung eines alten Ä-eibes oder besser zu sagen, einer lebendigen Zeitung srey seyn. Dagegen aber soll er die Correspondenz der Gesellschaft auf eigne Kosten besorgen. NB. Er muß unverdrossen und nicht je, 19 Z e Unkosten muß er auf die Ehre schlagen, die ihm sein Amt bringt.

Dtes sollen die Grundgesetze der Gesellschait seyn. Die andere minder wichtigen Gesetze sollen emem jeden Mitgliede bei; seinem Eintritte in die Gesellschaft bekannt gemacht werden. Mr zweifeln nicht, daß diese Gesell« schäft mit nächstem sehr zahlreich werden wird, weil ihre Einrichtung so vor« kreflich mit d« Denkungsart vieler Leute übereinkommt. Wer ein Mit­glied davon werden will, darf sich nur an uns wenden. Wir werden ihn der Gesellschaft bestens empfehlen, und so viel in unfern Kräften sicht, tu seiner Aufnahme in dieselbe betragen. Geschehen Giessen den r r Julius