rr» Giesische wöchentlich- gcnicümöistgc Anzeige»
nem trocknen und sehr starken Husten befallen worden, der öfters mit einem starken Röcheln begleitet wurde. Hierauf folgte öfters in etlichen Wochen eine Verstopfung der Nasen, und dann und wann ein Ausfluß einer scharfen und giftigen Feuchtigkeit, welchen das Thier durch Sckmf- f-ln und Schnauben zu befördern bemühet war. Bey vielen Hunden zog dieser Zufall und Verstopfung des Gehirns ein-Schwachheit in dem Rück, grad nach sich; der Hund fing an zu taumeln, es folgten convulsivische Bewegungen des Leibes, und endlich eine gänzliche Paralpsie der hinter» Theile. Alsdenn war keine Rettung mehr, und das Thier starb plötzlich.
Bep Öffnung vieler dieser Hunde fand man die Lunge mehr oder weniger schwürig , bas Geschwür aber war allemahl aufgelaufen und von Fauliuß angegriffen. Die Umstände dieser Krankheit und di- wahrschein, siche Ursache derselben, nemlich eine inficirte Luft, die vornemlich das Geschlechte der Hunde anfiel, veranlaßten folgende Cur, welche sehr gut an- geschlagen.
Sobald man diese Seuche in einer Gegend verspühret, muß man den Hunden viele Tage nach einander einige große Pillen geben, bie von M-bl oder Brodgrumen gemacht, und mit 0-l, Knoblochszwiebeln in «inen Teig zusammen getruckt werden. Man muß ihnen, wenn sie gesoffen, immer wieder neues und reines Wasser zu saufen geben, solches auch etwas verschlagen und lauücht warm werden lassen, und in selbiges etwas Schwefelblumen thun. Man kanihnen auch täglich eininal mit denen vorher beschriebenen Pillen etwas Schwefe,blumen, (oder auch antimo- nmm crudnm f(ut gerieben) eingeben. So man ihnen Fleischbrühe von «Äs.? $ geben kan, ist ihnen solche |cbr einträglich, vornemlich mit Schwefel zur Zeit, wenn der Husten noch dauert. Wenn man b- nen auch r bis 3 Grane vom Tartaro Emetio eingiebt, so hat solches eine gute Wurkung und wird hierdurch der scharfe Schleim abgeführk.
Wenn man vermerkt, daß das Gehirn verstopft ist und angegriffen rY?' a-!?6 man dem Thiere 3 Gran vom Tartaro Emetico in lau- Achter Fleischbrühe ein, und zwo Stunden darauf etwas Fleischbrühe mit ttntrn oder zwey Gran vom Tartaro Emetico. Man lasse ihn des 9a»
6 '"eil etliche köffelvoll gutes Baumöl eingießen, desgleichen in» •« mtr-? ^rifen Schnupftabac in Baumöl, und spritze ihnen solches vermittelst einer kleinen Spritze, die etwan eines Fingers dicke ist, «tllchemal des Tage« in die Nasenlöcher. So aber der T«bae kein stärkt
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