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den und jur Verbesserung unfers Herzens sehr viel bevkragen. Und ver- muthsich war dieses auch der Endzweck der Erfinder dieser Gewohnheit, daß sie ganz von dem Schmerz über den Verlust des verstorbenen aebcuar. mir um deswillen TrauerKleider anlegten, damit sie dadurch die wahre Vekrubnis ihres Herzens ausdrücken >md von nun an ihren Mißfallen an allen lärmenden Eryötzüchkeiten Per Welt zu erkennen geben könnten, weil sie ihr liebstes Glück und ihre einzige Freude auf der Welt mit dem ver­storbenen verlobren hätten. Diese Trauerkleider sollten ihnen also nicht auem cm ErinnernngsZeichcn an den geliebten verstorbenen, sondern auch «in bewahrendes Mittel für allen Ausschweifungen und unerlaubten Lust« darkeiken seyn. Sw dachten dabep ost über ihr verschwundenes Glücknacb. sie suchten dem tugendhaften Bilde des verstorbenen immer ähnlicher ru werden, und wünschten nichts heftiger, als daß sie bald wieder unzertrenn­lich mit ihm möchten vereinigt werden. Freilich wenn die Traucrkleider aus dieser Ursache angelegt werden; o dann sind sie etwas ganz vorr-ef- liches. Allem wre viel sind dann deren, die durch ihr Trauern diesen End- zweck zu erhalten suchen? die wenigsten wissen ihn nicht einmal, und die mersten legen nur um deswillen schwarze Kleider an, weil es so Mode ist Ich muß immer lachen, so oft ich Leute trauern sehe, die schon lanae auf t>cn Tod des verstorbenen gelauert haben. Was giebt der Erbe eines rci. chen Vetters durch seine Trauerkleidung anders zu erkennen, als dali er ein Heuchler sey? Man würde ihm das größte Unrecht thun, wenn man rhn innerlich betrübt nennen wollte. Er kan di- Coiidolenz über den Ver" lust seines Herrn Vetters kaum ohne Lachen anböreu. Rni'i-ffim träak er do» ichwarze Kleider nicht aus L ebe gegen seinen Herrn Vetter; denn daran denkt er gar nicht: sondern weil es so 9)!ohc ist. Sollte wob! El- mire wahrhaftig um ihren Mann trauern? Sie weint Tag unö Nacht imd fcbcint ganz «n tröstbar. -0 laßt sie nur noch etliche Tage herum haben,

** lcbon verstopfen. Ich kan es unmöalich glauben, daß sie um ihren Mann weint, denn sie hat ihn ja nie in seinem Le- den recht zärtlich geliebt f warum sollte sie ihn dann erst im Tode zu lieben anfangen. Sie weint nur, weit es Mode ist. Und wie unglaublich ist Knickt, daß Cleon über dm Tod seiner Rantippe sehr betrübt s-yn soll S>e warihm eine zwanzigjährige Hölle, und so gut als eine Legion von

W ®<cn mit und ver-