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mit dem ich sehr zufrieden leben wollte, wenn er nur nicht gar zu Un- Natia und, (erlauben Sie mir, das rechte Wort zu brauchen) nicht aar w säuisch wäre. Sie können es gar nicht glauben, was ich aus- üeben muß. Ich bin von Jugend auf zur Ordnung und Reinigkeit ge­wöhnt worden. Und nun soll ich auf einmal diese liebenswürdige Ge­wohnheiten, welche Tugenden geneynt zu werden verdienen, ablegen. Das ist mir unmöglich. Sie werden mir zwar sagen, ich sollte meinem Mann mit vernünftigen Vorstellungen zu bessern'suchen, oder ihm das Lächerliche und Unanständige in seiner- Aufführung zeigen. Das alles ist schon geschehen, meine Herrn. Ich habe ihm gesagt, daß er sich durch seine Unflätigkeit die Verachtung und Geringschätzung eines jeden vernünf­tigen Mannes zuzüge, daß zuletzt kein ehrlicher Mensch mehr mit ihm um* geben würde, und daß er mich selbst unfehlbar dadurch dem Spott un- der Verachtung der ganzen Welt aussetzte. Ich habe ihm gezeigt, wre lächerlich und unerträglich ein unflätiger Mensch in Gesellschaften sey. Den­ken Sie nur, meine Herrn, er muß, seines Amtes wegen, sehr oft ul die vornehmsten Gesellschaften gehen. Und da geht er hin mit einem Rock, d^ jederman Eckel und Entsetzen verursacht. Er ist nicht allein voll Löcher, sondern auch so voll Schmutz, daß ihn schon viele Leute, die auf den De­gen nicht acht gaben, für einen Juden oder Metzger angesehen haben. Seine Hosen wird er in kurzer Zeit nicht mehr zuknöpfen können, so sehr sind sie vom Schmutz eingeschrumpft. Seine Strümpfe - o daran mag rch fast gar nicht denken - Meinen Sie Dann, er schäfte sich ein paar Strumpfbänder an. Nein-, er läßt feine Strümpfe lieber bis auf die Schuhe herunter hängen, von denen sie dann so besudelt werden, daß man glauben sollte, die Buben hätten ihn mit Dreck geworfen. Um den Kopf herum sieht er so abscheulich aus, daß man meint, er wäre den Zigeuner entlaufen. Das weißeste Hembd macht er in einem Tage so schwarz, als ich es gewis in drey Wochen nicht machen würde, und dennoch tragt er es manchmal vierzehen ganzer Tage an seinem Leibe. Seine Studierstube gleicht, wenn ich eS kurz sagen soll, mehr einem Hühner- und Tauben­haus), als einer Bibliotheck. Denn auf den BücherBänken^ findet man statt der Bücher meistentheils Tauben- und Hühner-Nester. Auf den Büchern selbst liegt der Koth einer ganzen Faust hoch, und der Stuben­boden ist durchaus mit Frucht und Saamen.übersäet. Kurz, mein Leben selbst ist mir zur Last, wenn diese Unflätereyen langer daüren sollen. Ich muß es gestehen, daß ich fast alle Hofnung zu seiner Besserung oufgebe.

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