und Nachrichten.

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susstehliche Bisse des Gewissens zu erwarten Kat, wenn er untren ist. Solche Mittel sollte sich ein jeder des Morgens nach seinen jedesmaligen Umständen bekannt machen, der zu befürchten hat, von Versuchungen und Fehltritten überwunden zu werden.

Elftens. Wenn dir schon der Vorsatz, dich zu bessern und recht­schaffen zu handeln, verschiedenemal misgelungen ist, so mußt du. nicht gleich alle Hosnung zur Besserung aufgeben. Jede Erneuerung eines guten Vor­satzes bleibt nie ohne gute Wirkung.

Anmerkung. Es giebt Leute, die sogleich an der Möglichkeit ihrer Besserung verzweifeln, wenn sie den Vorsatz, ihren Lastern auf ewig zu entsagen, das erstemal nicht haben ausführen können. Das ist sehr übertritt und unbedachtsam geschloffen. Die Neigungen und die Luft zu Ausschweifungen lassen sich so geschwinde nicht aus einem verderbten Herzen verbannen. Es wird ungleich mehr Zeit dazu erfordert, tugendhaft als lasterhaft zu werden. Ein Frau­enzimmer, das sich bessern will, wird sich mehr als einmal, vor­nehmen müssen, sich nicht mehr so oft im Spiegel zu besehen, nicht mehr so viele Zeit auf den Putz zu verwenden und den gan­zen Tag mit unnützen Beschäftigungen zu zubringen. Ein Wol- lüsiiger wird mehr als einmal den Vorsatz wiederhohlen müssen, sich nicht mehr von den sinnlichen Ergötzlichkeiten Hinreiffen zu las­sen. Und wie oft wird nicht ein Geiziger seine Gelübde erneuern müssen, wenn er freygebig und wohlthätig werden will L Dieß giebt ihm aber deswegen noch keinen Grund, ganz an der Aus­führung feines Vorsatzes zu verzweifeln. Aus dem Rückfall in sein geliebtes Laster kann er weiter nichts schliefen, als daß sein Vorsatz, dasselbe zu vermeiden, noch nicht stark und lebendig ge­nug gewesen sey.

Zwölftens. Schiebe deine Besserung und die Erfüllung deiner Pflichten keine Minute auf. Bedenke oft, daß du dich mit jedem Schrit­te dem Tode näherst und daß du den Augenblick nicht weißt, in dem du den letzten Schritt thust. Ach dieser ungewisse, letzte, alles entscheidende Schritt! wenn werde ich ihn einmal thun! O laß uns, mein theuerster Sohn, laß uns mit jedem Tage klüger und tugendhafter werden, daß wir ihn ohne Furcht und Schrecken thun können. Laß uns alles anwenden, was uns die Vernunft und insbesondere, unsre allerheiligste Religion als Gz Mittel