Hi Meflsthe wöchentliche SkmetttttStztze Anzetzett
diese Zufälle zu befürchten haben, wenn man fie von dieser Furcht befreyet. Ja, dieser Vortheil schien mir ein hinlänglicher Bewegungsgrund zu sevn, den Gebrauch der Fontanellen anzurathen, und aus eben dieser Ursache verordnete ich dieselben zum erstenmal einem meiner Patienten, welcher wegen dem in den Kopf und auf die Brust zurück getrettenen Podagra in sehr gefährlichen Umstanden war. In diesem Fall leisteten sie eine so augenscheinliche Hülfe, daß ich sie hernach denjenigen von meinen Kranken anriekh, welche am meisten mit dieser Krankheit, beschweret waren.
Ich habe gefunden, daß eine einzige Fontanelle hinreichend ist, dieses Uebel zu heben, oder demselben zuvor zu kommen, ausgenommen, wenn die Anfälle lange dauern, oft wi.eder kommen und sehr heftig sind. In diesen Fällen lasse ich immer zwey Fontanellen zugleich eröfnen.
Ich glaube, jederman wird sich leicht von der Nothwendigkeit solcher Abführungen in podagrischen Körpern überzeugen lassen, und ich hoffe, daß die Erfahrung einen jeden von dem Nutzen derselben belehren wird. Hier ist der Gebrauch derselben so gemein, daß sich so gar die meisten Lastträger, wegen Ueberbleibseln von Verrenkungen, oder rheumatischen und ischiadi- schen Schmerzen, dergleichen haben setzen lassen, und gross Erleichterung davonMiren.
gleich kein Einwurf bekannt ist, der wider den Gebrauch der Fontanellen in dem Podagra gemacht werden könnte, so rathe ich doch, diesen Schritt nicht zu wagen, ohne vorher einen Arzt zu Rathe zu ziehen, welcher die Leibesbeschaffenheit des Kranken am besten kennt; es könnten vielleicht Umstände vorhanden seyn, die den Gebrauch der Fontanellen verbieten.
Emge sendete Nachricht von der hiesigen teutschen Gesellschaft.
Die hiesige teutsche Gesellschaft hat nunmehr den erwünschten Zeit- puntt erlebt,, worinn der Durchlauchtigste Beschützer unserer Musen durch die ihr gnadigst ertheilte Rechte einer* academischen Gesellschaft, dieselbe in Derd hohen Schutz zu nehmen huldreichst geruhet haben. Vor diese so unschätzbare Gnade suchte dem preißwnrdrgsten Regenten die Soeietat den 8ten Jun. Nachmittags um r. Uhr ihre"Ehrfurchtsvolleste Dankbegierde in dem solennen Hörsal auf dem Collegio öffentlich in Gegenwart der Universität und Regierung zu bezeigen. In i.u' dieser


