W GLesisch - wöchentlich gememnützige Anzeigen
Mich warme die Wolle vog eigenen Heerden Und ewig bleibt mir mein Schlummer getreu.
Mir fallt zu stiller Ruh Mein müdes Auge zu, Wenn euch die Reue der Grausamkeit peitscht.
Mich labt der Schatten sanftrauschenher Lauben
Mehr als die Wollust im lauten Pallast.
Dort girrt die Liebe aus schmachtenden Tauben ,
Hier seufzt die Amsel am schwankenden Ast.
Dort klagt die Nachtigall Ihr Leid dem Wiederhau Und locket Thranen des Mitleids mir ab.
Fern vom Getümmel der prächtigen Städte, Fühl' ich den Himmel im lachenden Thal. Gern laß ich Narren die schimmernde Kette Den Spott der Fürsten im lärmenden Saal.
Mich fesselt Dämons Blick, Der Erde schönstes Glück, Das Glück, der Freundschaft belohnt mich in ihm.
Möcht dort im Schatten vertraulicher Linden, Die oft der Zärtlichen Küsse gehört, Möcht uns der Tod einst umarmet dort finden, Wo üns oft seine Betrachtung gelehrt!
Schliefen wir Hand in Hand Dort im verschwiegnen Sand, Nur von den Freunden der Tugend beweint.
Kommt dann, ihr iblcn, und zollt uns noch Zähren, Und wünscht euch m.uthig ein ähnliches Grab.' Vielleicht schaun wir dann von seeligern Sphären Auf eure Thräna» zufrieden herab.
Sehnt euch nach unserm Glück
Und '-wallt mrt heitrem Blick - ’ •
Vom stillen Feld der Verwesung zurück. * •
i


