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Fünfzigstes Stuck.
Dienstags den roten Deeembr. 1765.
Mit Hochfürftl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Fortsetzung der Vorschläge zur Verbesserung einiger sehr geF ... wohnlichen Fehler in der Rinderzucht.
Sf in anderer sehr groser Fehler in der Kinderzucht ist, daß man den Ritt# -A dem eine Furcht, eine Verachtung und einen Abscheu für armen, elen- a den und gebrechlichen Leuten beybringet. Dies ist ein sehr schädlicher Fehler. Denn dadurch wird alle Grosmuth, alle Menschenliebe, alle Er- barmung, alles Mitleiden und alle Freygebigkeit erstickt; lauter Tugenden, die man den Kindern-nie genug anpreisen kann, weil sie das Herz eines jeden, der sie besitzt, so liebenswürdig machen und es so ungemein über die gewöhnliche Denkungsart der Menschen erheben. Und wodurch werden wir GOtt, der die Güte und die Erbarmung selbst ist, wodurch werden wir ihm ähnlicher, als eben durch diese wohlthätige Tugenden? Nichts in der ganzen menschlichen Natur ist so göttlich als sie sind, und nichts sollte man in den Kindern mehr zu erwecken und zu stärken suchen, als die Neigung, das Elend zu trösten, die Nackten zu kleiden und die Gebrechlichen und Unglücklichen zu ernähren. Aber warum geschieht dieses nicht? Warum bedaurt man nicht oft das Armuth in der Gegenwart der Kinder? Warum laßt man nicht alle seine Allmosen durch die Hande seiner Kinder
Ddd gehen,


