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ersten verstehen wir die Aussagen und Versicherungen der Zeugen selbst; un­ter den letzten aber diejenige Dinge, wovon man keine Ursach angeben kann, wenn man die Begebenheit selbst nicht als wahr und unstreitig anmmmffc Finden diese beyde Arten von Zeugnissen bey einer Begebenheit statt und man kann keine gegründete Einwendung dagegen machen; so Müssen die Zeug­nisse als untrüglich und die Begebenheit selbst, als gewis angenommen wer­den Lassen Sie uns, mein Herr, nach diesen Grundsätzen der Vernunft, die Begebenheit der Auferstehung JEsu prüfen. Sie kann nicht allein aus ungezweifelten Wortzeugniffen sondern auch aus den überzeugendesten Sach-, Zeugnissen bewiesen werden, jo daß, wenn ihr auch eine Art von diesen Zeug­nissen mangelte, sie dennoch äusser allem Zweifel gesetzt wäre. Ss richkiK und gewis sind diese Zeugnisse.

Sie kann aus Wortzeugniffen bewiesen werden. Denn die Apostel haben es alle einmüthig bezeugt, daß Christus wahrhaftig von den Todtm auferstandrn sey. Wer das Zeugnis der Apostel umstoffen und für falsch halten will; der muß beweisen, daß sie sich entweder betrogen hättett, indem sie glaubten, den aufersiandenen IEsum gesehen zu haben/ oder daß sie sich alle »orgendnrmen hatten, die an­dern zu betrügen / bey denen sie sich als AugenZeugen von einer Sache ausgaben, die keiner von ihnen gesehen hatte-

Das erste läßt sich auf keine Weise behaupten, wenn man nur be­denkt, daß sie alle Augenzeugen von der Auferstchung JEsu waren. Es waren lauter Leute, die ihn in seinem Leben öfters gesehen und mit der größ­ten Aufmerksamkeit betrachtet hatten, wie man eine so auscrordentliche Per­son, als JEsus Christus war, zu betrachten pflegt. Sie waren die ver­trautesten Freunde von Christo, sie waren seine Schüler, die seit vielen Jah­ren ununterbrochen bey ihm waren, die nur wenige Tage vorher das Oster, lamm mit ihm gegessen und das heilige Abendmal mit ihm gehalten, dis mit ihm jene Nacht in dem Garten zugebracht und ihn bis zu dem Ort be­gleitet hatten, wo er der Raub seiner Feinde wurde. Wenn man behau­pten wtzllte, daß alle diese Leute JEsum sollten verkennt haben, als er ihnen nach seiner Auferstehung erschien; so müßte man auch behaupten, daß sie gänzlich und zwar alle auf einmal, und in einer so kurzen Zeit die Idee von ihrem Lehrer müßten verlohren, daß sie seine Gesichtszüge, seine Geberden, die Gestalt seines Leibes, seinen Gang, den Ton seiner Stimme und alles müßten vergessen haben, was eine Person von der andern unterscheidet.