H4 Giesisch - wöchentlich gemeinnötziZe Anzeigen

nicht noch andere Leute geben, die sie Ihnen begreiflich machen können? Und wenn auch dieses nicht wäre; so taugt der Schluß doch nichts. Denn die Stellen, die Ihnen dunkel oder widersprechend scheinen, sind von ei­nem solchen Jnnhakt, der, wenn ihn auch kein Mensch einzusehen vermöchte, der Göttlichkeit der heil. Schrift und der Wahrheit der christlichen Re* tigion nicht den geringsten Abbruch thun würde. Glaubens Gle dieses, mein Herr? Ich glaube es und ich habe solche starke Gründe, es zu glau­ben, daß, wenn mir auch der größte Theil der heiligen Schrift unverständ­lich und widersprechend schien (verstehen Sie mich recht, ich rede hier Be­dingungsweise) ich dennoch ganz ruhig bleiben und alle dunkle und wider­sprochene scheinende Stellen für göttliche Aussprüche halten würde? Wie so?Weil immer noch solche Beweise für ihre Göttlichkeit übrig bleiben, welche weder in Zweifel gezogen, noch umgestossen werden können, die so deutlich, so leicht, so göttlich stark und überzeugend sind , daß sie nicht al­lein von dem einfältigsten Menschen können eingesehen, sondern auch von dem durchdringendsten Verstand müssen für unwidersprechlich und gültig ange­nommen werden. Unter diese Beweise rechnet man vorzüglich denjenigen, der aus der Auferstehung JEsu von den Todten hergenommen wird. Wenn es wahr ist, baß JEsus von den Todten auftrstanden ist; dann muß auch die Religion wahr seyn, die er gestiftet hat, dann muß auch die Schrift, die er von seinen Jüngern und Aposteln hat aufzeichnen lassen, und alles, was darin vorgctragen wird, von GOtt seyn.

Würden Sie wohl anitzt Geduld genug haben, mein Herr, diesen Beweis zu kfen, wenn ich Ihnen denselben so kurz, als cs mir möglich ist, vortrüge? Doch warum soll ich an Ihrer Geduld in diesem Stück zweifeln, da Sie so sehr wünschen, völlig von der Wahrheit der christlichen Religion überzeugt zu seyn, und da Sie wissen, daß eine ewige Glückseelig- keit von dieser Ulberzeugung abhangt? Ich hoffe, daß Sie die Mühe nicht bereuen werden, wenn Sie folgenden Beweis ohne Vorurtheile und mit Aufmerksamkeit lesen und weiter, als es mir hier erlaubt ist, darüber nach­denken. Uibrigens wird Ihnen nichts daran gelegen seyn, ob der ganze Beweis, oder nur ein Theil desselben mich zum Urheber bat. Genug wenn meine Absichten dadurch erreicht und Sie völlig von der Wahrheit der christlichen Religion überzeugt werden.

- Die Auferstehung JEsu ist, wie Sie wissen, eine Begebenheit. Sie kann also nicht anders , als durch Zeugnisse erwiesen werden. Es giebt zweyerlep Zeugnisse, es giebtw-rr-mrd Sach-Zeugnisse. Unter den ersten