Mieflsche
wöchentlich-
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Ein und Vierzigstes Stück.
Dienstags dm Leen Octz-br- 1765.
Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtifcher gnädigsten Erlaubnis.
D^enn die Menschen sich mehr um die Erkenntnis Gottes und seiner unermeslichen Eigenschaften bekümmerten, wenn sie wüßten mit welchen unaussprechlichen Freuden dieselbe jeden Augenblick belohnt, den man ihr widmet; so würden sie schon in dieser Wett den reichsten Stoff zu den allerreinsten und dauerhaftesten Vergnügungen finden So keine Freuden, so keine Entzückungen gi'ebt es mehr, als uns die Erkenntnis Gottes gewährt, wie es dann auch keine edlere erhabnere und see- ligere Beschäftigung giebt, als das Wesen aller Wesen, das in allen seinen Eigenschaften und Werken eben so unendlich als anbetens-würdig ist, kennen zu lernen. Ich bin von dieser Wahrheit durch die unumstöslichsten Beweiße so sehr überzeugt, daß ich mirs zu einem heiligen Gesetze gemacht habe, keine unter allen menschlichen Schriften mit mehrerem Nachdenken und mit einem anhaltendem Eifer zu lesen, als solche, welche mich unmittelbar auf die Erkenntnis meines grosen Schöpfers führen. Unter diese Schriften rechne ich besonders auch diejenige, in welchen die unendliche Macht und Weisheit GOttes aus den Werken der Natur, die dem qröß- ten Theil der Menschm so wenig betrachtungs-würdig scheinen, und die doch so sehr mi Stande sind, jeden aufmerksamen Zuschauer in eine unaussprechliche Verwunderung und in das tiefste Erstaunen zu setzen, bewiesen wird. Um diesen meinen Vorsatz auch bey meinen Lesern zu erre-
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