iL Giesische wöchemlrch-- gemeittnötzige Mzergen
Solchergestalt muste dieser LügenGeist noch zur letzt die Wahrheit sagen, uni) sind nach diesem nicht allein dieser Götze, sondern auch alle andere Ora- cuh in der Welt, verstummet, dessen Ursache Phitavcbus im Buch de defe&u orwulorum unb andere, zu erforschen sich bemühet, solche aber m der Heydnischen Finsterniß nicht finden können. Es traff aber damit ein, was nachmals der liebe Heyland von sich selber sagte: Er fey in die wele gekommen/ daß er die werke des Teufls zerstöre. Aus diesem allen hat Kayser Augüflus fernem Anlaß genommen, diesem Ebräischen Knaben aufbem Capitolio einen Altar aufzurichten, und diese Uiberschrifft daran zu setzen: ara primogeniti dei ’ Dem erstgebdhrnen Sohne Gorees! So ist auch anzumerkcn: daß Kayser Anguftus dazumahl eine Münze prägen, und auf deren einen Seiten die Worte: Salus humani gaueris, das Heil des menschlichen Geschlechts; und auf der andern: Pax orbis terra rum; Friede auf Erden / setzen lassen. Es hat auch vielleicht Fivgffius aus poetischem Geiste, und ihm unwissende, mit seiner vierten Ecloga auf diese Gebmt ^zielet. Denn auf den Sohn Afinii Pollionis, der am neundten Tage wieder gestorben, kan selbiges HirtenGedichte nicht gedeutet werden, sondern er hat vielmehr alles aus der Weissagung der SibyHae Cumeae genommen und abgesehen. So ist es auch merckwürdig, daß um die Zeit dieser Gebmt der Donner von Augusti EhrenSäule den ersten Buchstaben des Wortes Caerar weggeschlagen, da denn das überbliebene Wort asfar auf Etrmisch GOtt bedeutet. So ist nuch Auguftus von vielem Jahre an nickt mehr Conful worden. In der Nacht / darinnen unser liebwetthkstes JEsulein gebohren wurde, soll zu Rom an dem TyberStrome ein Brunnen entsprungen seyn, welcher Tag und Nacht das reinste und feinste Oel gequollen, und zwar fo häuffig, daß man in alle Provinzien em reichliches Zeugniß davon schicken können. Welches Eujibius, Eutropius, Otofius und Paulus Di/iconus einhellig bezeugen.
Academistde Nachricht.
Am verwichenen Sonntag , den 6ten dieses Monats wurde unser verdienstvoller Herr Hofratd und ordentlicher Professor der Rechtsgelehrsamkeit , Herr Doctor Koch zum Rector Magmficus mit den gewöhnlichen Söllennitäkcn gewählt. Der vorjährige Rector Herr Superintendent Benner redete bey dieser Gelegenheit von da Stelle


