148 Gresisihe wöchemlich- gemeinnützige Auzeigen

n ES wäre mir zwar lieb, wenn meine künftige herzgeliebt« Ehefrau eben h so haußlich gesinnt wäre, inzwischen und jedennoch soll alles auf ihr Be- h lieben in diesem Stücke ankommen. Denn da ein Mensch bin, der zu h leben weis, so werde alles thun, was meiner Frau an den Augen anse- hen kann. Uebrigens bin eben nicht so delicat und mache mir so viel nicht daraus, ob das Frauenzimmer, das Lüsten zu mir hat, schön oder häßlich, alt oder jung, wenn sie nur offenherzig und nicht gar zu arm. Kann auch nicht bergen, daß in meiner Jugend sehr debauchirt, und weil ein artiger Mensch war, viel Gunst von dem Frauenzimmer empfangen habe. Muß ferner gestehen, daß ein wenig eigennützig, rach- ,, sichtig und jabzornig bin, sonst aber meiner Frauen alles zu gefallen thun werde. Sollte nun der Handel zu Stande kommen; so sollen meine retpeLbve Herrn und Gönner gewis nicht unbelohnt bleiben, und kön- n nen sich Dieselben eine wahrhafte Obligation versprechen von

Derostlben

treu gehorsamsten Knecht

p s Quirinus Altlieb.

n So bald meine Herrn von einigen Frauenzimmern hören, denen nicht misfalle, so bitte mir zur Freundschaft baldigste Nachricht davon aus. Denn ich möchte doch nicht gerne langer warten, hoffe auch nicht, daß es falliren soll. Das bitte mir aber auch aus, daß eine jede vorher ihre n gute und böse Qualitäten in terminis zu communiciren keinen Umgang ii nehme. Offerire mich anbenebenst, weitere Nachricht von meiner selbst ii eignen Person, Amt und Aufenthalt zu geben, wenn es gefordert wird.

Auf Verlangen des unbekannten Verfassers wird folgendes Gedicht hier eingerückt. w 1

Das Bewuirdemswürdr'ge.

Wenn junge Schönen sich bemühen, Sich viel Verehrer zuzuziehen;

Da denk' ich stets: so schickt es sich.

Doch alte, die nicht mehr entzücken,

Wenn die nach Stutzern schmachtend blicken; geh ich ab und wundre mich.

- Wenn