MeflsPe
wöchentlich-
WMW Klizeigen mb Uachrichitn.
Fünf und Vierzigstes Stück.
Dienstags den feen rTlovembr. 1*765,
Mlt Hochfürstl. Hessen - Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Beschluß der Vercheidigung gegen das warnungsSchreiben des Herrn Aphthonians.
n DIMste kann er, fahrt unser Herr Correspondent fort, diesen grosen Zweck „ mit geringeren Unkosten erhalten, als wenn er einen Mann
tf aus seiner Nachbarschaft nimmt, selbigen so ziemlich schlecht
ff zeichnet, die ihm eigene Tugenden - aus Bosheit verschweiget „ rc. rc.
Und also sind Sie wirklich ein Mann aus unsrer Nachbarschafft? Und zwar ein getroffener Mann? Das haben wir nicht einmal gewußt. Es freuet uns recht sehr, daß wir die Ehre haben, Sie als unsern Herrn Nachbar kennen zu lernen. Verzeihen Sie uns gütigst , daß wir Ihnen nicht Unrecht gethan haben. Sie mögen zwar so ziemlich schlecht gezeichnet fevii; aber so gehts, wenn man die Leute nicht kennt. Sie hatten diesem Unheil leicht zuvorkommen könnerr, wenn Sie sich selbst gezeichnet und uns Ihr Portrait zugeschickt hatten. Wir glaubten nur überhaupt von Leuten nach Ihrem Fuß geredet zu haben, und hielten so gar im Sinne ein solches Urbild, wie Sie sind, für unmöglich. Sie haben uns aber durch ihr eignes Geständnis bewiesen, daß wir uns betrogen haben. Irren ist menschlich. Wir danken Ihnen verbindlichst, daß Sie uns von diesem Jrrthum befreyet haben. Doch fast sollten wir Ihnen nicht danken, weil Sie uns so sehr gescholten haben.
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