Musische wöchentlich- gMinnüßW KWigcn mb Vachrtchicil.
Sechstes Ststck.
Dienstags dm ften Februar. 1765.
Mit Hochfürstl. Hessen -Dacmstadtischer gnädigsten Erlaubnis.
äAch sehe mit Vergnügen, daß der im vorigen Stücke eingerückkr /TU. Brief Veyfall gefunden, und einigen Nutzen gestiftet hat. Unter andern hat mich ein junger Mensch, der in seiner zartesten Kindheit seine Eitern verlohren hat und nun durch andrer Unterricht ein brauchbares und nützliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft zu werden wünscht, um die Fortsetzung der versprochenen Briefe ersucht. Jch würde mich von Herzen freuen, wenn ich dadurch nur das geringste zur Erfüllung seiner Wunsche beytragen könnte. Diejenige von meinen Lesern, welche über allen Unterricht erhaben sind, werden mich also gütigst entschädigen, daß ich mit der Bekanntmachung dieser lehrreichen Briefe fortfahre. Hier ist der Zweite, welcher von einigen natürlich bekanntet» Mitteln und Vortheilen handelt, wie man tugenhast und glückseelig wer- den kann. Ich will ihn mit einigen Anmerkungen begleiten, und meinen Lesern dadurch Gelegenheit geben, weiter darüber nachzudenken.
Mem rheuerster Sohn!
Ich will dir heute einige Vorkheile zeigen, deren du dich bedienen kannst, wenn du täglich stärker im Guten und williger zur Erfüllung deiner Pflichten werden willst. Das Work des Unendlichen gibt uns zwar ■ • F Mittei


