¥88S>u Stelle einer Vorrede soll ein Brief einnehmen, den wir auf keine andre als auf diese Art unfern Lesern mtttheilen können, weil er uns gestern erst ist zuge- schickt worden. Wir müssen es gestehen, er war uns eben so unerwartet, als angenehm, ob er gleich einen ge­gründeten Tadel gegen unsre Blätter von diesem Jahr ent­hält. Allein würden wir nicht wider unsre eigne Grundsätze handeln, wenn wir über einen gerechten Vorwurf, den man uns macht, zornig werden wollten, und insbesondere, wenn er uns von einem Frauenzimmer gemacht wird, das die schön­sten und liebenswürdigsten Eigenschaften an sich haben imifj. Wir bekamen es gar sehr, daß sic uns nicht eher an unsre Pflicht erinnert hat. Die Befriedigung ihrer Wünsche hät­te gewis unsre vornchniste Sorge seyn sollen. Inzwischen schätzen wir uns ungemein glücklich, daß sie uns bisher ih­res Bcyfalls gewürdigt hat, und daß wir ihr noch künftiges Jahr unsre Dankbarkeit dafür durch die Erfüllung ihrer Be­fehle bezeugen können. Hier ist ihr Brief. Welch einen vor« treflichen Charakter muß seine Verfasserin haben! O wenn doch alle unsre Leser und Leserinnen so begierig wären, sich zu bessern!

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