* G'r'csiscye rvöchcntlich-- gemeittttützige Attzeigerr
die Wünsche, womit der einsame Nachtwächter die monotonischen Zeichen ftn'es frühen Horns begleitet. Doch wir wissen es schon, daß uns diese Vorstellungen nicht retten werden. Was? wird man schreyen, diese Leute wollen eine Gewohnheit abkommen lassen, die vielleicht schon ein paar tau- stnd Jahre Mode ist? Nein, wann man uns mit keinem NeuJahrs Wunsch «ufwarten will: so lese das Blatt, wer es lesen will. Wir wollen unser Geld nicht umsonst - - Um Vergebung, liebe Leser! Erzürnen Sie sich nicht! W-r wollen ja gerne unsre Wünsche entrichten! Sagen Sie uns nur, was wollen Sie dieses Jahr hindurch haben? Ehre? Ach niemand wünscht Ihnen mehr Ehre, als wir. Aber damit sind wir nicht zufrieden. Wir wünschen Ihnen auch alle die Mittel, wodurch die Erfüllung dieses Wunsches allein erhalten werden kan. Wir wünschen Ihnen Eifer, FleiS und Treue zur Ettüllung Ihrer Pflichten, Klugheit und Verstand, Redlichkeit und Menschenliebe. Verlangen Sie noch mehr? Wollen Sie auch Gesundheit, langes Leben und gute Tage sehen? O GOtt! gieb uns lern Lesern die Gabe, mäfig zu sipn. Gieb den Zornigen Kraft und Stärke, ihre stürmische Leidenschaften zu besiegen! Ziehe die Wollüstlinge aus den Labyrinthen ihres elenden Vergnügens heraus! Laß die Trunkenbolde nüchtern und die Schlemmer hungrig werden! Bringe die-Verkeumderund die Betrüger zu dem festen Entschluß, ihre niederträchtigen Gesinnungen abzulegen, daß die Angst ihres verklagenden Gewissens in Zukunft nicht mehr ihre Tage verkürze!
Sie werden auch verlangen, daß wir Ihnen Ruhe und Zufriedenheit wünschen sollen ? O möchten Sie doch erkennen lernen, daß nicht zu- sammeng.'scharrte Schätze, nicht das lärmende Vergnügen des Weins, nicht ein prächtiges Kleid, nicht der Ruhm der Welt; sondern daß blos die Tugend die Quelle ist, aus welcher sich die sanfteste Zufriedenheit in die Seele des Menschen ergießt! möchten Sie doch die Tugend lieben und ihren Befehlen gehorchen! Möchten Sie doch die Religion', die uns allein, die wahre Tugend lehrt, zu Ihrem einzigen, zu ihrem höchsten Gute machen: o w ruhig würde dann Ihr Herz , wie heiter Ihre Seele werden!
Mssd wir etwa mit unfern Wünschen zu allgemein gewesen? Mu- fhen Sie uns nicht zu, daß wir jedem unter Ihnen nach seinen bcsondcrn Umständen das Gute wünfthm sollen, das er verdient. Wir haben fa wcht die Ehre, Sie persönlich zu kennen. Wir wissen nur überhaupt, daß. Manner und Jünglinge, Matronen und vielleicht - vielleicht auch junge hoffende Schönen unsre Blätter lesen. Und Sie tik, haben Sie nicht
genug,


