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ne Bemühungen blieben nicht fruchtlos. Er bildete mit Hülfe seines schr geschickten Hofmeisters das vortreflrchste Frauenzimmer aus ihr.
Ihr Vatter sähe nie ohne das innigste Vergnügen, wie seine beyden Hofnungs-vollen Kinder von Tag zu Tag an jeder Vollkommenheit Zunahmen. Theodor hatte kaum das sechzchende Jahr erreicht, so schickte er ihn schon unter der Aufsicht seines eben so gelehrten als rechtschaffenen Hofmeisters auf Universitäten; indeß daß Llünene, deren Geist noch über ihre ausnehmende Schönheit erhoben war, die Bewunderung aller Menschen wurde.
Die Trennung von ihrem geliebtem Bruder und von ihrem treuen Lehrer verursachten Clrmene die empfindlichsten Schmerzen. Dis Geschäfte ihres Vatters waren zu nothwendig, als daß er ihr in diesem Stu. cke den Verlust dieser beyden Führer auf dem Pfade der Tugend völlig hatte ersetzen können. Die zwo Stunden, die sie nur des Tages in seiner Gesellschaft seyn durfte, waren für ihr gesellschaftliches Herze zu wenig; und dieses einsame Leben wurde ihr nur allzufrüh unausstehlich. Sie suchte sich Gesellschaft; allein sie gieng aus einem Lustgarten in ein Labyrinth, das sie unvermerkt zu ihrem Unglücke führte. O hätte doch Clt* mene ihr Leben in der Einsamkeit dieser treuen Beschützerin der Tugend, nur noch so lange zugebracht, bis sie fähiger gewesen wäre, sich selbst zu führen. Die Jugend ist beynahe in keinem Stücke leichtsinniger, als in der Wahl ihrer Gesellschaft. Und in keinem sollte sie doch vorsichtiger seyn, weil diejenige, mit denen wir umgehen, ganz gewiß entweder unser Glück oder Unglück befördern helfen. So lange Clrmene noch mit ihrem tugendhaften Bruder und ihrem rechtschaffenen Lehrer umgieng, war sie die glücklichste. Allein zu ihrer ewigen Reue mußte sie auch den andern Theil dieser Erfahrung bestättigen, daß nehmlich unser Umgang einen sehr groß» fta Einfluß in unser wahres Unglück habe.
Climene wählte Blandmen, die Frau eines vornehmen Mannes, der einen sehr grosen Theil seines Glückes ihrem Vatter zu verdanken hatte,, zu ihrer täglichen Gesellschaft. Blandme war am Hofe erzogen worden, und hatte Witz unfc Lebhaftigkeit genug, ein junges Frauenzimmer durch ihren angenehmen Umgang zu gewinnen. Llrmene war in kurzem so sehr
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