und Nachrichten. E2^

schicken können, nichts werth. z) Giebt es sehr trockene, oder gar Mffe Jahre, worin man Die Ackerarbeit auffchieben muß, weil viel Zeit verflirs- fet, ehe man ackern kan. In diesem Falle können die besten Ackerleute chre Waitzenäckcr nur dreymal pflügen.

Diejenigen aber, welche von der Wichtigkeit des Pflügens überzeugt find, verrichten es viermal, wenn die Jahrzeit besser ist, und sind besorgt, den Pflug auf die Aecker zu bringen, Die seiner Hülfe am meisten bedürfen; dergleichen sind, welche viel Unkraut hervorbringen, durch die Hitze verhär­tet werden, und voll Schollen sind, indem sie entweder verfahren oder zu unrechter Zeit gebauet worden: Denn es ist nicht genug, mehr zu pflügen, sondern es muß auch geschehen, wenn es nach Umständen wohl mige- het. Ein starkes, zähes und klebrichtes Erdreich, welches dem Thone gleichet, würde zur Saat eher verschlimmert, als zugerichtet werden, wo­fern man es ackerte, wenn es sehr feucht wäre. Anstatt es in kleine Stü­cke zu zettheilen, würde man es nur zusammen drücken und verursachen, daß .es grosse Schollen gäbe, welche, da sie durch die Sonnenhitze getrocknet und gehärtet worden, das Pflügen überaus schwer machen würden.

Ackert man in der Absicht, das Unkraut zu vertilgen; so muß man nicht eher wieder pflügen, bis der Saame Des Unkrauts aufgegangen ist, und der gebauete Acker grün zu werden anfängt. Alsdann bringt der Pflug das aufgegangene Unkraut unter die Erde, welches das Land anstatt es auszusaugen, bessert. Allein wenn Das Pflügen gleich nacheinander geschä­he; so würde es das Unkraut, welches vorher war untergeackert worden, wieder obenhin bringen, und es würde nur desto stärker wachsen. Nichts ist sonst besser, das Unkraut zu vertreiben, als bep der Sonnenhitze zu pflügen.

Gewisse Aecker können nicht tief genug geackert werden. Wenn die unterste Erde fruchtbar ist; so vertritt sie die Stelle des Düngers und verbessert Die öberste, welche ausgemergelt seyn möchte. Bey andern Ae- ckern hingegen würde man um verschiedene Ernten kommen, wenn man zu rief pflügte.

• )

Eine solche Aufmerksamkeit unterscheidet den guten Ackermann, welcher nachdenket und beobachtet, von dem schlechten, welcher nichts anders chut, R r als