J Giesische wöchentlich -- gemerttttytzige Anzeigen
als daß er hinter dem Pfluge hergehet. Zum Unglück giebt es rmr allzu^ viel solcher Ackerleute, welche gewohnt sind, zu handthieren und unvermö- gend, nachzudenken., und die nur die Handgriffen welche sie von rbvetr Vätern gelernt haben, blindlings nachzumachen wissen. Und dieses verur» fachet, daß manche Aecker, die gut tragen fönten, rmgebauet bleiben, eher wenig Früchte bringen. Wir werden Beyspiele (rremlich im Buche selbst) davon anführen, welche den Leser überzeugen können, daß man nicht sowohl durch sehr schwer zu entdeckende Mittel und tiefsinnige Untersuchlmgen, als durch ein einfältiges oder ungekünsteltes und wohl überlegtes Verfahren in den Stand gesetzt werde, von seinen Gütern Nutzen zuziehen.
Die geplagte Modestine hat sich durch die fehlgeschlagene Hofnung auf die Besserung ihres Mannes nicht bewegen lassen, alles Vertrauen zu der Geschicklichkeit des Herrn Ar thropophils wegzuwerfen. Um vielleicht ihren Bruder zu erretten, hat sie uns folgende Umstände von ihm zugeschrieben, die wir dem Herrn A. zur Nachricht hier einrücken, wollen r-
„ Gegr Pmfel/ ober, wie er aus einer übertriebenen Neigung zur he- „ bräischen Sprache lieber heissen will, LNssts Cschnb steht in semem „ dre-ysigsten Jahre. Seit drey Jahren giebt er- sich alle Mühe, stine „ Muttersprache zu vergehn, und gebraucht zu diesem-Ende verschiedene „ Arzneyen, die ihn zu einem magern Gerippe gemacht haben. Alles, ?, was er verlangt, fordert er auf Hebräisch. Niemand in meinem ff Hause versteht diese Sprache. Daher muß er oft einige Tage Hun- „ ger leiden, weil wir di^Speisen mcht rachen können, die er gefordert
" ff hat. D'abev ist feine Sprache so unverständlich oder vielleicht-so ge- „ lehrt, daß ihn die Juden selbst nicht verstehen können, die ich biswei- „ len zu Dolmetschern. bey ihm brauchen nmß. Ost befällt ihn der
Eckel gegen die Deutschen, und der israelitische Patriotismus so stark, „ daß er auf die Strassen läuft, und die Kinder, die in deutscher „ Sprache spielen, erbärmlich zusammen prügelt. Er wird von den Elstern dieser Kinder verklagt, unst muß manche Geldstrafen erlegen, ff die ihn mit der Zeit, so ansehnlich auch itzt noch sein Vermögen ist, „ zum Bettler machen werden. Mer das- verschlägt ihm nichts. Er tf vergißt alle ferne Beschimpfungen, Pie er vor dem Richter leiden muß,
„ wenn


