Ls Gr'esifche wochetttlichgemerttttützige Attzeigctt
Smeca, der bey seinen schönsten Lehren von der Verachtung des Reich- thums, einen unersättlichen Hunger darnach hatte, noch ein Diogenes oder Democrir, der sein Geld, und mit seinem Geld seine Bequemlichkeit zrnd erlaubte Vergnügen in M Meer wirst.
Er schätzt Vermögen und Güter, aber nicht deswegen, weil er sie für Tugenden oder Verdienste hält, sondern darum, weil er damit die Dürftigkeit beglücken und die nothleidende Tugend unterstützen kan. Der Herr von Hagedorn mahlt uns diese Züge in dem Bild des Weisen in seinem Gedicht von der Glückseligkeit vortrcflich. Er ruft entzückt über ihn aus:
-0 wie beglückt ist der, auf dessen reine Schätze
Nicht Fluch noch Schande fällt, noch Vorwurf der Gesetze, Der aus dem Uibekpuß, den er mit Recht besitzt, Der armen Blöse deckt, und ihre Häuser stützt, Die Künstler kennt und hegt, mit seinem Beystand eilet, Und mit gewohnter Hand des Kummers Wunden heilet l Vor ihm vermehren sich die Zähren banger Noch, Die Milde seiner Huld entfernt des Greisen Tod, Zieht ihre Kinder auf, die Väter zu verpflegen, Und wird ein Gegenstand von ihrem letzten Segen.
Die Lust an aller Wohl beseelet was er thut.
Es ist sein Eigenthum ein allgemeines Gut.
Es überfliest sein Herz, der innre Freund der Armen,
Von reger Zärtlichkeit, von göttlichem Erbarmen.
Eine richtige Beurtheilung seiner selbst bringt ihn dahin, daß er sich nicht erhebt, und auf Vorzüge, die er nicht besitzt, oder die keine wahre Vorzüge sind, stolz ist. Nicht in der erhabnen Abkunft, und iw der Menge von Ahnen, sondern in der Menge von eigenen Verdiensten; nicht in dem Besitz vieler Schätze, sondern in ihrem weisen Gebrauch; nicht in der Schönheit seiner äusseren Gestalt, sondern in der Schönheit seines moralischen Characters, nicht in dem Ansehen, das ihm sein Stand crtheikt, sondern in dem Rang, den ihm die Tugend giebt, sucht er seinen Vorzug, und einen edlen, gebottenen Stolz. Rühren euch diese nur schwach gezeichnete Züge in dem Bild des Weisen; so achtet die Tugendlehre hoch, übt sie aus, und werdet ein Original zu diesem Gemählde.


