Wteßsche wöchrntlich- gmciWilßlge Nnzetgcn * Hilf MchrtchM
Viertes Stück.
Drenstags den i4ten Januar. 1764.
Mtt Hochfürstl. Hessen-Darmstädtlschcc gnädigsten Erlaubnis.
Z-rtfttzUttg der Abhandlung vsn der Vortreflichkert der Grttenlehre.
Freuden de« Tugendhaften bestehen in der Wollust, welche er in 'KgA der EMschung der Wahrheit, über die Schönheiten der natürli. chen Dinge, über die Verbesserung der Vorzüge seines ©eilte«. und überdie Erfüllung seiner Pflichten empfindet. Er ist nicht g« n al les sinnliche Vergnügen stoisch, unempfindlich. Die Weisheit wohnt in keiner finstern und mürrischen S-ele. Nein, sie weiß, indem sie un »ul. dige Ergötzungen, nut ernsthaften und schwehreren Beschastiqunaen aebö. ng abwcchslen läßt, den Werth der ersteren zu erhöhen und dft Be. schwerlichkeiten der letzteren zu versüffen. w D Die
K. Eben so wenig wird jene häßliche, und zugleich so lächerliche Leidenschaft- die ihre Sclaven ohne Gift und Dolche hinrichtet, der Geiz, ihn ftsseln können. Da er den wahren Werth der Reichthümer kennt, so ist er eben so weit entfernt, durch Ungerechtigkeit sich Schätze zu sammeln, als rechtmä. sig erworbene Guter zu verschwenden, oder zu »erachten. Er ist weder ein
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