LM- Nachrichrm. V1

mHlicher ist chnen. Die Baume sind also vornemlich MtN Slwost m Ahe», als wo sie die Sonne am meisten haben, wenn dieselbe durch sonst riichts^abgch^intime, der Verbesserer der Gartenwiffenschaft, halt vor das beste , einen Obstgarten gegen Südosi an einem nicht stark abhangigm Berg oder allmahlig erhabenen Ort, wo sich eine gute Erde tief genug be­findet, anzulegen, wofern man die Gelegenheit dazu haben konnte^ In der That ist eine solche Lage die vortheilhastesie, indem darauf die Sonnen­strahlen, welche auf die schief in die Höhe liegende Flache senkrecht faven, die stärkste Wirkung thun, und die kalten Dünsten die manchmal in ein« ebnen und niedrigen Gegend, wo die Sonne nicht so wirren kann , sich aufhalten und Schaden bringen, seicht vertreiben; und weil über das dir Bäume, davon die Hintern Reihen allemal höher stehen, den Schattta nicht so aufeinander werfen können und mehr Lust haben , als auf eineiB stachen Boden. Hätte ein solcher Ort zugleich von einemBerge oder Hü­gel , oder von hochgewachsenen Bäumen vor den rauhesten und Heftigstes Winden Schutz; so würde es noch besser seyn.

Es ist aber nicht genug, daß die Obstbäume gegen die Sonne ste­hen; sondern sie sind so weit von einander zu setzen, daß wenn sie groß ge# worden sind, ein jeder nebst derselben auch der Lust und Feuchtigkeiten, die iu dessen Erhaltung und Besten zugleich nicht wenig beytragen, ungehin­dert geniessen. ,

Da dieses bey den an den meisten Orten zu dicht aneinander gefettete Obstbäumen nicht geschehen kan, und haben eine Wurzel her andern die - Nahrung entziehet; so findet man auch, daß sie leicht ungesund, vor der

Zeit an den Arsten hier und da dürr, und zu bald abgängig werden, und daß sie, äusser denen, die vorn gegen die Sonne stehen, nicht allem schlech­tes Obst in Ansehung der Farbe, des Geschmacks und her Dauer tragen- sondern auch wenig. Und durch dieses letzte wird die Absicht, welche einer bey dem Pfianzen haben mag, von mehr Bäumen beysammen desto mehr Obst zu erhalten, gewiß nicht erreicht. ,

Man stehet hingegen, daß einzeln und steystehende Bäume schön, groß und alt werden, daß ihr Obst vollkommen ist , und daß einer dergleichen ost mehr Fruchte bringet, als drey und mehr zu nahe aneinander gepflanzt- Bäume. Zum Beyspiele fönte, was das Obst betrifft, ein solcher hier be­kannter Baum dienen, an hem in einem nicht sonderlich guten Boden di- schönste schwarze Magd- oder Kohläpfel wachsen, und davon alle Früh-

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