17o Gieftscho wöchentlich-- gemeinnötzige Anzeigen
Sie sind also in denselben nicht zu pflanzen. Das Verbessern eines solchen Grundes für sie , wovon manche Gartenbücher Vorschriften geben, ist meh- rentheils zu kostbar, und hilft oft wenig und nur auf eine kurze Zeit.
Es läßt sich übrigens daraus- wie es mit den Obstbäumcn, oder gewissen andern Bäumen, die eine gute Erde verlangen, in gleicher Lage da- herum^ wo man die Obst bäume setzen wiü, aussiehet, insgemein schliessen, ob sich der Boden für sie schick- oder nicht, welches man auch erken- techchm tTetiU man grabet , um die Beschaffenheit desselben zuun-
In obgedachtem guten Erdreiche das tief genug iss, fthlagen zwar Äuerley Obstbäume an: Ein solches ist aber nicht immer anzukreffen; und man muß jich nach dem richten, das man haben kan. Kömmt nun darin 'Sine gewisse Gattung Obstbäume merklich besser fort, als eine andere, zum Exempel Kirsch- oder Pflaumenbaume besser, als Birn- oder Apfelbäume; so ist es vorkräglich, diejenige vor andern dahin zu pflanzen, welche da am Vesten g^rüth, das man allenfalls an den in derselben Gegend befindliche» verschiedenen Obstbäumen sehen kann.
Sonst pflegen die Apfelbäume in einem fetten, die Birnbäume in einem gut gemischten, nicht gar schweren und etwas trocknen, und die Pflaumen - und Kirschbäume in emem guten und etwas feuchten Boden am .liebsten zu wachsen.
Den Boden dürfen aber die Wurzeln der Obstbäume von eben derselben Art Nicht ausgefogen haben: denn die Erfahrung lehret es, daß da, wo vorderem Apfelbaum stund, kein Apfelbaum fortEömnrt, und so weiter ; es sey dann , daß der Boden gar lange geruhet und sich wird recht erhöhtet habe, oder däß die abgenutzte Erde herausgegraben und frische genug dahin geschaft worden. Auch von einem Pfiaumenbaume wieder in Den Anmukhigkeiten des Landlebens behauptet, daß er entweder schleunig oder allmählig ausgehe, wenn man ihn an die Stelle sehe, wo sich ein, Firnbaum befunden hat. Es wachsen jedoch sonst noch Obstbäume an den Orten, wo andere von verschiedener Art gestanden haben; wiewohl niemal fb gut, als in frischen Erdreiche? dem nämlich -feine Kraft durch starke Wurzeln entzogen worden.
L) Ncbst dem Grunde und Boden kömmt bev den Obsibäumen sehr viel auf die Sonne an : denn ihre Wärme befördert den Wachsthum und die Fruchtbarkeit derselben, und macht, daß das Obst «ff, vollkommen, KMo und gut wird; und.je uie.hr bepde von ihr beschienen werden, desto nütz-


